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Museum Archaeopteryxwelten Solnhofen

Museum Archaeopteryxwelten Solnhofen

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Wo Urzeitgeschichte lebendig wird – das Museum Archaeopteryxwelten Solnhofen

Er begrüßt die Besucher schon draußen, bevor sie auch nur einen Fuß ins Haus gesetzt haben: ein lebensgroßer Raubdinosaurier, der drohend die Zähne fletscht und dabei irgendwie bezaubernd wirkt. Wer in Solnhofen ankommt, weiß sofort: Hier ist die Erde anders. Älter. Tiefer. Und wer genau hinschaut, findet darin Geschichten, die 150 Millionen Jahre zurückreichen.

Das Museum Archaeopteryxwelten Solnhofen – früher bekannt als Bürgermeister-Müller-Museum – ist ein Museum, das begeistert. Ein Ort, der mit Konzept, Leidenschaft und echter Wissenschaft aufwartet – und dabei für Laien, Familien und Fachpublikum gleichermaßen faszinierend ist.

Solnhofen und seine Steine – eine Weltgeschichte

Solnhofen, Fundort des berühmten Plattenkalks und Entdeckungsort des Urvogels Archaeopteryx, gehört zu den geowissenschaftlich bekanntesten Orten der Erde. Was heute Steinbruchlandschaft ist, war vor rund 150 Millionen Jahren ein flaches, tropisches Insel- und Lagunenarchipel des Urmittelmeeres – und die feinsandigen Sedimentschichten dieser Lagunen konservierten das Leben der Jurazeit mit einer Präzision, die weltweit ihresgleichen sucht.

Ammoniten wie der auf unseren Fotos zu sehende prachtvolle Großammonit mit seinen markanten Rippen oder die zierlichen Kleinexemplare auf den Gesteinsplatten gehören zu den häufigsten Funden dieser Region. Gleich zu Beginn des Rundgangs wird der Besucher vom Ammoniten empfangen – dem Wappentier des Naturparks Altmühltal. Kein Wunder: Nirgendwo sonst in Deutschland ist der Ammonit so allgegenwärtig und so vielfältig erhalten wie hier.

Ein Museum mit langer Geschichte

Solnhofen genießt Weltruf als Lieferant der einzig geeigneten Steine für den Steindruck (Lithographie) und als Fundstelle des Urvogels Archaeopteryx. Die Erfindung der Lithographie durch Alois Senefelder um 1798 brachte dem Ort einen gewaltigen Aufschwung, da nur der feinkörnige Solnhofener Stein für Druckzwecke verwendet werden kann. Das heutige Museum trägt beide Themen unter einem Dach.

Bekannt geworden ist Solnhofen vor allem durch den Fund eines versteinerten Urvogels 1861, dem ein Jahr zuvor der Fund einer einzelnen Feder vorausging – diese gab dem Urvogel auch seinen wissenschaftlichen Namen. Seitdem hat der Ort seinen Platz in der Wissenschaftsgeschichte sicher. Einen zweiten Archaeopteryx-Fund machte man 1877; bei diesem sehr gut erhaltenen Exemplar sind Federkleid und Schwanzfeder deutlich erkennbar. Werner von Siemens stellte damals 20.000 Goldmark zur Verfügung, um das wertvolle Fossil der deutschen Wissenschaft zu erhalten.

Der PaläoZoo: Fossilien in ihrem Lebensraum

Das Herzstück des Museums ist der sogenannte PaläoZoo im Erdgeschoss. Das Ausstellungskonzept ist klug: Tiere, die sich zu Lebzeiten begegneten, sind als Fossilien nach ihren Lebensräumen zusammengefasst. Das Ausstellungskonzept verbindet die Gedanken eines Naturkundemuseums mit denen eines zoologischen Gartens.

So trifft man auf Prachtfossilien wie den perfekt erhaltenen Knochenfisch, dessen Schuppen und Flossen man noch heute auf dem Gestein ablesen kann – oder auf die Libelle, deren Flügelgeäder mit verblüffender Detailgenauigkeit in den Stein gepresst wurde, als wäre sie gestern dort gelandet. Eine fossil erhaltene Echse, ein Seestern, eine Schildkröte: Jedes Stück erzählt seine eigene Geschichte aus einer Welt, die wir uns kaum vorstellen können.

Der sogenannte „Ikonenraum“ bildet den finalen Höhepunkt des Rundgangs. Im Mittelpunkt stehen die Originale des Raubdinosauriers Sciurumimus mit seinem buschigen Schwanz sowie die vogelartigen Archaeopteryx und Wellhoferia.

Weltbedeutung in einem Regionalmuseum

Was dieses Haus so besonders macht, ist die schiere Dichte an international bedeutsamen Originalen unter einem Dach. Das regionale Schwerpunktmuseum beherbergt in seiner Dauerausstellung vier internationale Referenzstücke der Evolutionsforschung: vier Originale der bis dato dreizehn bekannten Exemplare des Urvogels Archaeopteryx sowie den weltweit einzigartigen Babyraubdinosaurier Sciurumimus albersdoerfii.

Das im Museum ausgestellte sechste Exemplar ist das größte bisher gefundene. Nach Aussage von Prof. Dr. Oliver Rauhut von der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie in München ist der Sciurumimus nach dem Archaeopteryx-Fund von 1861 der bedeutendste Fossilienfund in Bayern.

Selbst auf Entdeckung gehen

Das Museum ist kein reiner Schaukasten. Im Hobbysteinbruch am Hummelberg kann man selbst auf Fossiliensuche gehen. Mit Hammer und Meißel – Ausleihe vor Ort möglich – ist das Fossilien sammeln ein Erlebnis für Klein und Groß. In den fossilreichen Schichten wartet mit etwas Glück ein Ammonit, den man mit nach Hause nehmen darf. Für Schulklassen gibt es spezielle Führungsangebote, und jeden Mittwoch im Zeitraum April bis Oktober bietet das Museum Führungen im Haus und im Steinbruch an, ohne vorherige Anmeldung.

Ein Pflichtbesuch im Altmühltal

Das Museum liegt mitten in Solnhofen, unmittelbar am Altmühlradweg und nur 100 Meter vom Bahnhof entfernt – idealer geht es kaum für einen Tagesausflug oder als Zwischenstopp auf einer Radtour durch das Altmühltal. Wer einmal den Ikonenraum mit dem Archaeopteryx-Original gesehen hat, versteht, warum dieser kleine Ort im Naturpark seit mehr als 160 Jahren Wissenschaftler, Sammler und neugierige Besucher aus aller Welt anzieht.

 

Infos

Museum Archaeopteryxwelten Solnhofen
Bahnhofstr. 8, 91807 Solnhofen.

Geöffnet Ende März bis Anfang November täglich 9–17 Uhr.
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Hobbysteinbruch am Hummelberg direkt beim Museum
Montag – Sonntag: 10 – 17 Uhr
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Rieskratermuseum in Nördlingen

Rieskratermuseum in Nördlingen

Wo Weltall auf Erde trifft – das RiesKraterMuseum in Nördlingen

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Rieskratermuseum Nördlingen

Es gibt Orte, die einen innehalten lassen. Orte, an denen man begreift, wie winzig der Mensch ist – und wie gewaltig die Kräfte, die unser Planet erlebt hat. Das RiesKraterMuseum in Nördlingen ist so ein Ort.

Ein kosmisches Ereignis vor 15 Millionen Jahren

Vor etwa 15 Millionen Jahren kollidierte ein rund ein Kilometer großer Asteroid mit der Erde. Das Resultat dieser kosmischen Begegnung ist das Nördlinger Ries – eingesenkt als markante Geländeform in die Schwäbisch-Fränkische Alb. Der etwa 25 Kilometer große, nahezu kreisrunde Einschlagkrater gehört zu den besterhaltenen seiner Größenordnung weltweit. Und mittendrin: die pittoreske Stadt Nördlingen. Wer durch ihre mittelalterlichen Gassen schlendert, befindet sich buchstäblich im Krater – ein Gedanke, der einem den Atem verschlägt.

Der Einschlag zum Erleben – die Animation

Der Höhepunkt des Museumsbesuchs ist eine Computeranimation, die den Asteroideneinschlag in beeindruckenden Bildern zum Leben erweckt. Man sieht, wie der Himmelskörper die Erdatmosphäre durchbricht, wie er auf die Oberfläche trifft und in Sekundenbruchteilen eine gigantische Druckwelle und glühende Gesteinsmassen freisetzt – eine Explosion von unvorstellbarer Gewalt. Die Animation macht aus abstrakten Zahlen ein Erlebnis. Wer hier sitzt und zuschaut, versteht auf einmal, warum dieser Einschlag die gesamte Landschaft Süddeutschlands für immer verändert hat.

Sechs Räume voller Faszination

In einem aufwändig sanierten mittelalterlichen Scheunengebäude aus dem Jahr 1503 wird – auf sechs Räume verteilt – der Asteroideneinschlag mit seinen planetaren Wurzeln und seinen irdischen Auswirkungen dargestellt und erläutert. Zahlreiche Exponate, darunter Meteoriten, Fossilien und ein Stück echtes Mondgestein, sowie Multimediaangebote bereiten das Thema kurzweilig auf. Der Kontrast zwischen dem uralten Holzgebäude und den hochmodernen Ausstellungsinhalten könnte kaum reizvoller sein.

Mondgestein und Astronauten – eine ganz besondere Verbindung

Das RiesKraterMuseum pflegt seit Jahrzehnten eine einzigartige Verbindung zur Raumfahrt. Apollo-Astronauten trainierten Mitte 1970 im Nördlinger Ries für ihre bevorstehenden Missionen ins Mondhochland – die geologischen Strukturen des Riesgesteins ähneln denen auf dem Mond auf verblüffende Weise. Charles Duke, Mondfahrer der Apollo-16-Mission, entnahm 1972 einen sogenannten Mond-„Suevit“, der seit der Museumseröffnung 1990 hier zu bestaunen ist. Noch heute besuchen Astronautinnen und Astronauten der ESA den Rieskrater im Rahmen ihres geologischen Trainingsprogramms. Ein Stück echter Mondstein zum Anfassen – das gibt es nicht an vielen Orten der Welt.

Fazit: Unbedingt besuchen!

Das RiesKraterMuseum ist kein Museum, das man einfach so abgehakt. Es ist ein Ort, der einen verändert – zumindest in der Art, wie man den Himmel über sich betrachtet. Das Museum hat ganzjährig Dienstag bis Sonntag geöffnet und ist damit ein verlässlicher Ausflugstipp zu jeder Jahreszeit, besonders zusammen mit einem  Bummel durch die mittelalterliche Altstadt Nördlingens.

RiesKraterMuseum Nördlingen

Eugene-Shoemaker-Platz 1
86720 Nördlingen

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 
10:00 bis 12:00 Uhr und 13:30 – 16:30 Uhr

Gustav Weisskopf Museum Leutershausen – Pioniere der Lüfte

Gustav Weisskopf Museum Leutershausen – Pioniere der Lüfte

Das Gustav Weisskopf Museum in Leutershausen präsentiert sich seit 2023 in neuem Gewand. Das Haus, in dem das Museum untergebracht ist wurde 1624 erbaut und beherbergte bis 1880 die Räume des bayrischen Landgerichtes. Nach diversen anderen Nutzungs-konstellationen zog 1974 das „Deutsche Flugpionier-Museum Gustav Weisskopf“, gegründet auf Initiative von Stella Randolph, William J. O’Dwyer von der Stadt Leutershausen ein.
2023 – nach über fünfjähriger Bauzeit – wurde das heutige Museum fertiggestellt.
So würdigt die Stadt Leutershausen ihren wohl berühmtesten Sohn, aber auch andere Pioniere der Lüfte.

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Der erste Stock des Museums widmet sich ganz dem berühmten Sohn der Stadt und dem jahrelangen Rätsel um den 1. Motorflug der Welt. Welche Beweise gibt es für den Erstflug und warum wurde dies so wenig bekannt??
Im 2. Stock werden auch andere Pioniere der Lüfte vorgestellt. Zudem laden vier Experimentiertische dazu ein, die Physik des Fliegens zu erkunden. Nicht nur für Kinder ein Highlight, sondern auch für Erwachsene. Mit dem kleinen Flugsimulator kann man auch selbst versuchen, unfallfrei zu fliegen…

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Weitere Informationen zu Gustav Weisskopf: https://www.weisskopf.de/

Flughistorische Forschungsgemeinschaft Gustav Weisskopf (FFGW) 1. Vorsitzender Dipl.-Ing. Univ. Hans-Günter Adelhard
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Der 1874 in Leutershausen geborene Gustav Weisskopf wanderte nach Amerika aus und startete nach jahrelangem Tüfteln am 14. August 1901 den ersten kontrollierten Motorflug der Geschichte in Bridgeport mit seinem Flugzeug Nr 21.
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Kontakt Gustav Weisskopf Museum Pioniere der Lüfte Plan 6 91578 Leutershausen ​ +49 (0) 9823 951 990 museum@leutershausen.de Öffnungszeiten​ ​Donnerstag – Montag 10.00 – 17.00 Uhr ​​Zwischen Weihnachten und Neujahr abweichende Öffnungszeiten
Historisches Foto: http://pr.heigold.net/ Pressebereich der Flughistorischen Forschungsgemeinschaft Gustav Weisskopf (FFGW)
Essing im Altmühltal – einen Besuch wert

Essing im Altmühltal – einen Besuch wert

Nicht übertrieben – Essing ist ein Kleinod im Altmühltal

Steile Felswände, gekrönt von einer mittelalterlichen Burg, geheimnisvolle Höhlen und eine historische Holzbrücke, die sich über den gemächlich dahinfließenden Fluss spannt – Essing wirkt wie aus einer anderen Zeit. Im Ortskern schmiegen sich die Häuser dicht an die steilen Felsen, während ein blau-grün schimmerndes Gewässer Besucher in seinen Bann zieht. Ein besonderes Highlight ist der „Tatzelwurm“: die imposante Holzspannbrücke über den Main-Donau-Kanal. Hinzu kommen der Altmühltal-Panoramaweg, der Altmühltal-Radweg, der Archäologiepark, der Kunstweg und das Kulturzentrum MEMU. Wer all das nicht für möglich hält, sollte Essing einfach selbst erleben!

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Die „Tatzelwurmbrücke“

Die geschwungene Holz-Spannbandbrücke (ca. 190m lang) überspannt den Main-Donau-Kanal und verdankt ihren Namen der wellenförmigen Form, die an das Fabelwesen „Tatzelwurm“ erinnert. Bei ihrer Eröffnung 1986 war sie Europas längste Holzbrücke, inzwischen ist sie auf Rang 2 gerückt. Darüber zu Laufen macht nicht nur Kindern Spaß.

tatzelwurmbruecke essing
main donau kanal vom tatzzelwurm

Die historische „Bruck“ mit Bruckturm

Nur etwa 48 m lang, aber voller Geschichte: Die alte Holzbrücke wird vom gotisch geprägten Bruckturm bewacht. Dieser ist eng mit der Ortsgeschichte verbunden – „Essing ohne Bruck ist wie a Ross ohne G’schirr“.
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Burg Randeck

Erhaben thronend über Essing, zählt diese Ruine zu den ältesten Burganlagen Bayerns. Ein Aufstieg via „Eselsteig“ oder über die Straße lohnt sich: Oben erwartet dich ein herrlicher Panoramablick auf das Altmühltal, die Brücken und den Ort. Mehr zu Burg Randeck

Marktbrunnen

Am Marktplatz steht ein historischer Ziehbrunnen, der 1818 zum Pumpbrunnen umgebaut und 1974 mit dem alten Korb wiederhergestellt wurde.
burg randeck felswand essing

Blautopf

Karstquelle und Geotop zugleich – der Blautopf liegt idyllisch unweit des Ortskerns. Sein schillernd blaues, klares Wasser fasziniert. Erreichbar ist der Blautopf, der sich in Privatbesitz befindet, über einen ausgeschilderten Wanderweg (ca. 10 Minuten). 

blautopf essing

Weitere Sehenswürdigkeiten rund um Essing

Klausenhöhle

Ungefähr 330 m lang, ist diese Karsthöhle ein bedeutendes Geotop und von historischer Bedeutung. Sie besteht aus mehreren übereinanderliegenden Kammern (Klause) mit Funden aus Jung- und Mittelpaläolithikum – etwa Jagdwerkzeuge, kunstvolle Harpunen, eine Pferdegravur oder Elfenbeinskulpturen.

Tropfsteinhöhle Schulerloch

Diese Schauhöhle bei Essing lässt Besucher Geschichte atmen: Tropfsteine, Höhlenführung mit Lichtprojektionen erzählen von Neandertalern und eiszeitlicher Fauna. Das Erlebnis sollte man sich nicht entgehen lassen.
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Kunstweg an Fels und Fluss

Ein Skulpturenpfad entlang der Flussufer – begehbar und barrierefrei – verbindet Natur und Kunst. Installationen erzählen Essinger Geschichte und Landschaft, ideal für einen ruhigen Kulturspaziergang

MEMU – Kulturzentrum „Mensch und Museum“

Im alten Pfarrhof findet sich seit 2023  MEMU: ein Kulturort für Ausstellungen, Konzerte und Vorträge.

Mehr Infos

Archäologiepark Altmühltal:

Teil des regionalen Erlebnisnetzwerks – vertieft das Verständnis zur Geschichte der Region und ist ein attraktives Ausflugsziel.
Mehr erfahren

Römermuseum Weißenburg – Einzigartige Funde aus dem Spargelbeet

Römermuseum Weißenburg – Einzigartige Funde aus dem Spargelbeet

RömerMuseum Weißenburg – Leben am Limes und ein Schatz aus dem Spargelbeet

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Venus mit Priapus

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Modell des Kastells Biriciana in Weißenburg

Das RömerMuseum in Weißenburg, das 1983 als Zweigmuseum der Archäologischen Staatsammlung gegründet wurde, ist ein besonderes Kleinod in Altmühlfranken.

Es birgt neben vielen Alltagsgegenständen einen Schatz, der 1979 beim Anlegen eines Spargelbeetes in der Nähe der Römischen Thermen gefunden wurde.

Der Schatzfund aus 114 Einzelstücken

Der Schatzfund, einer der bedeutendsten Hortfunde in ganz Deutschland, besteht aus 114 Einzelstücken, darunter 17 in hoher Qualität gefertigten Bronzestatuen.

Das Museum bringt in moderner Konzeption die römische Zeit in  Weißenburg dem Besucher näher.

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Karte des Fernhandels innerhalb des römischen Reichs

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Merkur

Weißenburg in der Nähe des raetischen Limes beherbergte neben einer gut situierten römischen Siedlung Biriciana, vor allem ein Kastell in dem eine 500 Mann starke Reitereinheit stationiert war.

Der Name Biriciana konnte durch eine mittelalterliche Strassenkarte, der tabula Peutingeriana identifiziert werden.

Römische Thermen – Einblick in die Badegewohnheiten der Römer

In der Nähe des Kastells befindet sich auch die Ausgrabungsstätte der großen römischen Thermen.

Hier kann man das Badeleben der Römer nachempfinden. Verschieden temperierte Räume und Wasserbecken und Solnhofener Plattenkalk zieren die Räume

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Blick in den Raum mit den Götterfiguren

Öffnungszeiten

15. März bis 15. November
Dienstag bis Sonntag, feiertags: 10:00 bis 17:00 Uhr

16. November bis 30. Dezember
Dienstag bis Sonntag, feiertags: 10:00 bis 12:30 Uhr und 14:00 bis 17:00 Uhr

Heiligabend, Erster Weihnachtstag, Zweiter Weihnachtstag, Silvester, Ostermontag und Pfingstmontag
geschlossen

Heilig Abend, 1. und 2. Weihnachtsfeiertag und Silvester geschlossen! 1. Januar bis 14. März geschlossen!
Montag Ruhetag

simon sulk roemerMuseum weissenburg

Neuer Leiter des Weißenburger RömerMuseums

Simon Sulk M.A. leitet seit Beginn des Jahres 2025 das RömerMuseum Weißenburg.

Er ist Archäologe und Historiker mit großer Erfahrung und Wissen in der Provinzialrömischen Archäologie. Weißenburg kennt er beruflich bedingt seit längerer Zeit. Mit guten Ideen treibt er die Bekanntheit „seines“ Museums voran.

Ein Besuch im Spielzeugmuseum Ellingen, der sich lohnt

Ein Besuch im Spielzeugmuseum Ellingen, der sich lohnt

Auf mehreren Stockwerken zeigt Henriette Westinger, die Gründerin und Betreiberin des Museums, im stadtauswärts gelegenen Turm des Pleinfelder Tores ihre über viele Jahre zusammengetragene umfangreiche Sammlung. Die Besucher des Spielzeugmuseums erwartet eine Zeitreise zurück in die Kindheit und die Kindheit unserer Eltern und Großeltern. Die liebevoll präsentierte Sammlung und die Vielfalt der Objekte lässt Besucherherzen höherschlagen. Schon beim Betreten des Turms kommt man aus dem Staunen kaum heraus. Dort ist so viel geboten, dass man nicht weiß wohin man zuerst blicken soll. Jede Menge Details auf kleinem Raum.

Wie kommt man darauf, ausgerechnet Spielzeug zu sammeln und dann ein Museum daraus zu machen? Bei unserem Rundgang durch das Museum konnten wir einiges erfragen.

Altmühlfranken entdecken: Frau Westinger, Sie haben all das, was es hier zu sehen gibt, eigenhändig gesammelt und zusammengestellt. Wie kommt man auf eine solche Idee? Woher kommt die Begeisterung?

HW: Ich bin in Polen aufgewachsen und 1981 nach Deutschland gekommen. Da ich nach einem Besuch bei Verwandten einfach nicht mehr zurückgefahren bin, hatte ich natürlich nichts, außer den paar Sachen, die man eben zu einem kurzen Besuch mitnimmt. Und auch aus meiner Kindheit kannte ich nicht viel Spielzeug. In Polen herrschte Mangel an allem. Da waren Spielsachen bestimmt nicht das, worauf besonders viel Wert gelegt werden konnte und was uns unsere Eltern einfach so schenken konnten. Das, was wir hatten, haben unsere Eltern für uns gebastelt oder eben wir selbst. Ich hatte eine Puppenstube aus Karton und habe meinen Puppen selber die Kleidung genäht. Sicher haben mich diese Erfahrungen geprägt und seither nicht mehr losgelassen.

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Noch etwas zu den Öffnungszeiten. Besichtigung jederzeit nach Vereinbarung möglich     – Eintritt frei –

Kontakt: 

Henriette Westinger

Tel.: 09141 / 70545

                                                           Mobil: 0157 / 874 878 34

E-Mail: henriette16@t-online.de

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Altmühlfranken entdecken: Sie hatten also keinerlei „Grundstock“ für Ihre Sammlung, als Sie hierhergekommen sind. Wie kommt man dann zu so vielen Stücken aus den verschiedensten Epochen? Es ist ja inzwischen eine beträchtliche Sammlung, die ihresgleichen sucht.

HW: Am Anfang hatte ich nicht viel Geld und konnte natürlich nicht alles kaufen, was mir gefallen hätte. Ich habe also mit den Dingen angefangen, die damals billig zu bekommen waren. Spielsachen aus den 60er und 70er Jahren. Plastik pur, oft in grellem orange (sie lacht). Später dann, als ich nicht mehr ganz so auf jeden Pfennig schauen musste, habe ich in Auktionshäusern Stücke ersteigert, die mich fasziniert und begeistert haben. Aber damals habe ich natürlich noch nicht an ein Museum gedacht. Erst als es zu Hause immer voller wurde und Besucher, die sich meine Sammlung angeschaut haben, nicht lange genug schauen konnten, kam mir die Idee, meine Schätze auch anderen Menschen zu zeigen.

Altmühlfranken entdecken: Die Idee kann man ja haben. Aber wie geht man dann vor? Wen fragt man?

HW: Ich habe lange überlegt nach einem Aufruf des damaligen Bürgermeisters Walter Hasel und mir dann einen Termin bei ihm geben lassen. Ihm habe ich erzählt, was ich gerne machen möchte, und dass ich dazu seine Hilfe brauche. Er hat mir dann ganz pragmatisch und ohne zu zögern den Schlüssel des Torturms in die Hand gedrückt und gesagt: „Madla, mach!“ – und ich habe gemacht (lacht). Damals war im Turm noch das Heimatmuseum untergebracht, aber dreiviertel des Turms stand leer. Und da konnte ich erstmal anfangen. Der Pleinfelder Turm gehört übrigens zum ältesten Teil der Stadtbefestigung von 1660.
Schwierig war nur manchmal, dass man alles anpassen musste, weil ein runder Turm nun mal keine rechten Winkel hat. Und Mauern, die so alt sind, sind nun mal nicht wirklich gerade. Darum muss man alle Regale und Schränke extra anfertigen. Aber da hilft mir mein Mann. Und Vitrinen habe ich auch schon geschenkt bekommen. So findet alles seinen Platz.

Altmühlfranken entdecken: Sie haben also „gemacht“. Was hat dies dann für sie bedeutet?

HW: Zum einen hatte ich schon viel gesammelt, das ich jetzt endlich so ausstellen konnte, dass die Sachen gut zur Geltung kamen. Ich konnte die Dinge arrangieren und dekorieren, wie ich es wollte. Da ich schon immer sehr auf Details geachtet habe, hat mir das besonders viel Spaß gemacht – und macht es immer noch.
Außerdem habe ich damals noch im Schwabacher Krankenhaus im Nachtdienst gearbeitet. Wenn nicht viel los war, hatte ich Zeit zu basteln und meine Sammlung um die Dinge zu ergänzen, die ich mir gut vorstellen konnte, um das Gesamtbild abzurunden.
Inzwischen bekomme ich immer wieder mal etwas Neues von Menschen, die das Museum besucht haben und begeistert vom Konzept sind. Außerdem wissen die Mitarbeiter beim Recyclinghof schon, dass ich regelmäßig vorbeikomme. Die Sammlung wächst also stetig weiter.

Altmühlfranken entdecken: Dann bleibt uns ja nur noch, dem Museum viele interessierte und begeisterte Besucher zu wünschen! Allein die hier herrschende Atmosphäre versetzt einen in frühere Tage und lässt so manche Jugenderinnerung wach werden.

 

Mein persönlicher Eindruck war wirklich überwältigend denn ich hätte nicht vermutet auf dieser kleinen Fläche so viele Exponate sehen zu können. Der Turm bietet sich geradezu für eine Ausstellung dieser Art an und die behutsame Präsentation spricht jeden Besucher auf seine Weise an. Dieses Museum zeigt wieder deutlich was private Initative zu leisten vermag.

– Thomas Fay –