Der Märzenbecherwald bei Ettenstatt

Der Märzenbecherwald bei Ettenstatt

Jetzt blühen sie wieder! Der Märzenbecherwald bei Ettenstatt

maerzenbecherwald

Sie steht für den Beginn des Frühlings:

Die Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum), auch MärzenbecherMärzbecherMärzglöckchen oder Großes Schneeglöckchen genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). 

Bei Ettenstatt füllen diese zauberhaften  Amaryllisgewächse mit ihren weißen Glöckchen und dunkelgrünen Blättern einen ganzen Hang und leuchten zwischen den unbelaubten Buchen hervor. Besonders der leicht sumpfige Boden hat es ihnen angetan, so dass sie sich über das ganze Waldstück verbreitet haben. Im Landkreis gibt es noch andere Stellen mit einem hohen Vorkommen der Schneeglöckchen-Verwandten, doch nirgends in so großer Anzahl wie im Märzenbecherwald. Er zieht schon seit Generationen Menschen an. Besonders am Wochenende kommen Besucher aus nah und fern, um diesen Anblick zu genießen. Der Parkplatz platzt manchmal aus allen Nähten. Daher für alle, die Zeit haben, kommt unter der Woche!

In dem Naturschutzgebiet sind die Wege ausgeschildert und durch Holzzäune begrenzt. Dass man die Blumen weder pflücken noch ausgraben darf, versteht sich von selbst.

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Foto: congerdesign auf Pixabay
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Bilder: Sigrun von Berg

Autorin: Sigrun von Berg
26. Februar 2022
Neues Aquarium im Jura-Museum für bunte Unterwasserwelt

Neues Aquarium im Jura-Museum für bunte Unterwasserwelt

Neues Aquarium im Jura-Museum für bunte Unterwasserwelt

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Fast wie bei „Findet Nemo“: Das neue Becken im Juramuseum lädt nun wieder ein, über 60 verschiedene und oft bunte Arten wie sie im Pixar-Zeichentrickerfolgsfilm vorkommen, zu beobachten und sich auf Zeitreise in die tropische Rifflandschaft zu begeben, die vor 150 Millionen Jahren Süddeutschland prägte. (Fotos: Schulte Strathaus/upd)

Da würden sich wohl auch Nemo und Dori wohlfühlen: Immerhin ist es „Bayerns größtes Korallenriff“, um das sich die teils knallbunten Meeresbewohner tummeln, die doch schwer an Zeichentrickstars aus Pixars Erfolgs-Animationsfilm „Findet Nemo“ erinnern. Jetzt haben sie noch mehr Platz in einem neuen Aquarium, das die Gäste des Jura-Museums auf der Eichstätter Willibaldsburg ab dem 8. Februar wieder bestaunen können.

Zeitreise zurück in die Welt vor 150 Millionen Jahren

Das ursprüngliche Aquarium war seit der Eröffnung des Museums im Jahr 1976 in Betrieb gewesen und musste nun dringend ersetzt werden. Das neue Becken hat zudem ein noch größeres Fassungsvermögen von fast 7000 Litern. Es bietet den Besuchern zudem durch größere Glasflächen bessere Einblicke in eine tropische Korallenlandschaft. Auch die jüngeren Museumsgäste können nun so die mehr als 60 Arten an Korallen, Salzwasserfischen, Seeigeln und weiteren Riffbewohnern besser bewundern. Der Blick in das Aquarium ist zugleich eine Zeitreise zurück in die Welt vor 150 Millionen Jahren, aus der die im Museum ausgestellten Fossilien stammen. Denn in diesem Erdzeitalter erstreckte sich über Süddeutschland mit dem Jurameer eine Landschaft aus Inseln, Riffen und Lagunen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Projekt nach eineinhalb Jahren nun zu einem guten Ende führen konnten. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein wirklich tolles Aquarium“, verspricht die wissenschaftliche Leiterin des Museums, Christina Ifrim. Man könne nun nicht nur wieder Biodiversität unmittelbar erleben, sondern zum Beispiel auch besser beobachten, wie sich feinkörnige Kalke zwischen den Korallen ablagern, ähnlich wie die, in denen sich einst die einzigartigen Versteinerungen bildeten. Ifrim ist daher froh und dankbar, dass die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen (SNSB) einen hohen fünfstelligen Betrag investiert haben, um das Riff wieder für die Museumsgäste sichtbar zu machen.

Umzug für Traumkaiserfische, Riffbarsche, Lippfische und mehr

Die Sanierung des alten Aquariums war unumgänglich: Im Betonsockel, der permanent mit Salzwasser in Kontakt war, hatten sich große Risse gebildet, und das Material bröckelte. Da es außerdem durch die aktuellen Sanierungsarbeiten auf der Willibaldsburg zu Erschütterungen im Boden kommt, war zu befürchten, dass sich die Risse vergrößern. Im Juni 2020 erfolgte somit der Umzug der Korallenstöcke und der farbenprächtigen Riffbewohner, zu denen unter anderem Traumkaiserfische, Riffbarsche und Lippfische gehören. Das Evakuierungsbecken im Vorraum des Museums bot ihnen zwar eine Bleibe für die Zeit der Sanierung, jedoch war es aus Gründen der Betriebssicherheit nicht zugänglich für die Museumsgäste.

Für die Erstellung des neuen Aquariums hat sich Museumsleiterin Christina Ifrim mit Lars Hopf einen Fachmann aus Oettingen geholt. Das Projekt war auch für einen professionellen Aquarienbauer ein ganz besonderer Auftrag: „Ein großes Meerwasseraquarium in einer altehrwürdigen Burg baut man schließlich nicht alle Tage. Noch dazu ist das Museum ein öffentlicher Ort mit vielen Besucherinnen und Besuchern, die später unsere Arbeit sehen. Da steigt die Anspannung schon ein wenig.“

Aquarium eine Woche behutsam befüllt – als Provisorium

Bevor für die Riffbewohner überhaupt der Umzug aus dem Evakuierungsbecken in das neue Domizil vonstattengehen konnte, galt es vor allem, die Wasserqualität genau im Auge zu behalten, denn gerade Korallen sind sehr anspruchsvoll. Deshalb flossen eine Woche lang pro Minute eineinhalb Liter aufbereitetes Wasser allerbester Qualität in das neue Becken. Für geeignete Beleuchtung, Strömungsverhältnisse und gleichbleibende Wasserqualität sorgen nun LED-Beleuchtung und neueste Aquarientechnik. Der eigentliche Umzug in das 24 Grad Celsius warme Wasser erfolgte – wie 2020 auch die Umsiedlung ins Evakuierungsbecken – binnen eines Tages in vorsichtiger Hand- und Teamarbeit. Gerade bei einigen Korallen ist große Vorsicht geboten, da viele sehr scharfkantig sind und stark nesseln.

 

Das Jura Museum

Im Jura-Museum in Eichstätt sind insbesondere Fossilien der Solnhofener Plattenkalke zu sehen, die in den Steinbrüchen der Region zutage gefördert worden sind. Zu den eindrucksvollen Versteinerungen aus der Jura-Zeit vor 150 Millionen Jahren gehören das Eichstätter Exemplar des berühmten Urvogels Archaeopteryx, das Fossil des Jahres 2020, und das weltweit einzige Exemplar des Raubdinosauriers Juravenator. Trägerin des Museums ist die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt. Der größte Teil der Sammlung befindet sich im Besitz des Bischöflichen Seminars St. Willibald in Eichstätt. Wissenschaftlich betreut werden die Sammlung und das Museum von den Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns.

Das Jura-Museum auf der Willibaldsburg, Burgstraße 19 in Eichstätt, hat täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Im Museum gilt aktuell die 2G plus-Regel. Wer bereits eine Auffrischimpfung erhalten hat, hat 14 Tagen danach auch ohne Testnachweis Zugang zum Museum.

Weitere Informationen unter www.jura-museum.de.

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„Bayerns größtes Korallenriff“: Museumsleiterin Christina Ifrim und Aquarienbauer Lars Hopf beim Umzug von einem Teil der Korallen in das neue Aquarium. Eine Woche dauerte das Befüllen mit Wasser, das für die sensiblen Bewohner in allerbester Qualität aufbereitet werden muss. Bei der Handarbeit galt es, behutsam und vorsichtig vorzugehen, da viele Korallen zum Teil scharfkantig sind und stark nesseln. Fotos: Klenk/upd

Ein Rundgang um den Altmühlsee – auch für Kinder

Ein Rundgang um den Altmühlsee – auch für Kinder

Goldschatz am Altmuehlsee

Gunzenhausen hatte vor vielen Jahren einen Goldmacher, aber Kerstin Richter von der privaten Stadtführung hat mit dem Handy einen wahren Goldschatz entdeckt.

Goldsuche am Altmühlsee

Ein Rundgang mit ca. 13 km Länge um den Altmühlsee herum, bietet auch bei frostigem Wetter seinen Reiz. Für Hundebesitzer gibt es beim Surfzentrum einen Hundeplatz, auf dem auch bei schlechtem Wetter die Hunde ihren Spaß haben. Bei Muhr am See ein Besuch auf der Vogelinsel und für die Wanderer mit Kindern noch ein Halt auf dem Erlebnisspielplatz in Wald.

So bietet auch bei etwas schlechtem Wetter der Altmühlsee viele Erlebnisse für die Familie.

Der letzte Wolf in Altmühlfranken?

Der letzte Wolf in Altmühlfranken?

Der Wolfstein bei Weiboldshausen

Der letzte Wolf in Altmühlfranken?

Deutschlandweit gibt es zahlreiche sogenannte Wolfsteine, die seit dem 17. Jahrhundert errichtet wurden. Es sind Gedenksteine für besondere Ereignisse wie Wolfsjagden oder die Erlegung eines Wolfes. Auch bei uns  gibt es einen Wolfstein bei Weiboldshausen (Höttingen). Mitten im Wald, etwas versteckt am Hang Sonnenleite, findet sich der sogenannte Hohe Stein mit dieser Inschrift:

inschrift der hohe stein

Inschrift

Der Hohe Stein:
Hier erschlug der Schmied Mich Heumader von Weiboldshausen anno 1779 mit der Reuthaue den letzten Wolf in dieser Gegend.

Im Jahr 1779 erschlug der Schmied Mich (vermutlich Michael) Heumader mit einer Reuthaue den letzten Wolf in dieser Gegend. Eine Reuthaue ist ein Hackwerkzeug, das zur Rodung kleinerer Bäume und Sträucher dient. Weitab von der nächsten Ortschaft, Weiboldshausen liegt ca. 2 km entfernt, kam es zu dieser für den Wolf unheilvollen Begegegnung. Ob der Schmied allein im Wald unterwegs war, weiß man nicht. Seine Tat wurde in jedem Fall in dieser die Jahrhunderte überdauernden Inschrift gewürdigt. Das zeigt schon, dass Wölfe zur damaligen Zeit eine ernste Bedrohung für die Menschen und die Herdentiere darstellten. Auch heute ist die Wiederansiedlung  bzw. die Einwanderung von Wölfen nach Bayern höchst umstritten. 

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Foto: Pixabay, raincarnation40
der hohe stein
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Bilder: Sigrun von Berg

Autorin: Sigrun von Berg
1. Februar 2022

Grusel und Horror in der Uhlberg-Kapelle?!

Grusel und Horror in der Uhlberg-Kapelle?!

Grusel und Horror in der Uhlberg-Kapelle?!

Einer der gruseligsten Orte im Altmühltal ist sicherlich die St.-Ulrichs-Kapelle bei Treuchtlingen. Mitten im Wald versteckt ranken sich zahlreiche Mythen um die Ruine. Geisterjäger und Hobby-Satanisten sind hier zu dunkler Stunde zu finden.

Genährt werden die Mythen sicherlich durch Funklöcher und schlecht ausgezeichnete Wanderwege. Die Polizei musste wohl schon mehrfach ausrücken, um verirrte Wanderer wieder auf den rechten Weg zu führen…

Die weiße Frau

Doch es hält sich auch hartnäckig die Sage einer weißen Frau. Diese weiße Frau geht auf die Ursprünge des ehemaligen Klosters zurück, das an dieser Stelle stand.

Der Sage nach stand auf dem Uhlberg früher ein Kloster, das Ulrich von Rechenberg im Jahr 1165 gestiftet haben soll. Das Hauptkloster wurde später nach Zimmern verlegt und auf dem Uhlberg blieb nur ein Nebenkloster erhalten. Von dem Hauptkloster sollen die Nonnen auf dem Uhlberg das Sturmläuten gehört haben, das anzeigte, dass aufrührerische Bauern heranzogen. Sie versenkten die Glocke im Brunnen und verbargen alle Klosterschätze angeblich in einem unterirdischen Gewölbe.  Die Bauern brannten alles nieder, die Nonnen flohen nach Heidenheim. Wenig später etablierte sich die Sage, dass einem Mädchen zwei Nonnen begegnet sind, die erzählten, dass die verborgenen Schätze nur von einem unschuldigen Sonntagskind geborgen werden könnten, dass in einer Wiege aus dem Holz einer Fichte liegen würde, die dort wuchs, wo einst der Altar stand.  In hellen Sommernächten soll die Äbtissin hin und wieder gesichtet worden sein. Sie kontrollierte, ob nicht ein Frevler den Schatz gestohlen hatte.

Buch: Geheimnis Uhlberg

In seinem Buch „Geheimnis Uhlberg“ geht Arthur Rosenbauer, von dem die obige Sage auch übernommen ist, auf allerlei Sagen und Mythen rund um den Uhlberg ein. Er arbeitet jedoch auch frühere Besiedlungsspuren ab der Alt- und Mittelsteinzeit rund 8.000 v Chr. auf und beschreibt Flora und Fauna bis hin zum Wassersystem im Karst und Wanderwegen. Ein wirklich lohnenswertes Buch für jeden, der daran interessiert ist, was an dem sagenumwobenen „Lost Place“ wirklich dran ist.

 

uhlberg kapelle

Buchtipp

Arthur Rosenbauer; „Geheimnis Uhlberg“, 2021,

ISBN: 978-3-00-059570-7

kapelle am uhlberg

Bild: Karin Mackiol

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Die Burgruine Bechthal

Die Burgruine Bechthal

Die Burgruine Bechthal im Anlautertal

Die Ruine Bechthal bei Gersdorf liegt auf einem Bergrücken und überragt steil das Anlautertal beim Ort Bechthal (Gemeinde Raitenbuch).
Die ehemalige Burg, deren früherer Name „Waldeck“ lautete, könnte aus dem 12. bzw. 13. Jahrhundert stammen. Heute sind nur noch zwei Turm- und Mauerreste erhalten, die auch mittlerweile zum Teil von dichten Bäumen umstanden sind. Vom Hügel mit der Ruine hat man aber einen wunderbaren Blick ins Anlautertal. Ein kleiner Rundweg führt auf die Ruine (Dauer ca. 30 – 40 Minuten).

Unterhalb der Ruine liegt sehr idyllisch der Bechthaler Weiher, der im Sommer Platz zum Baden und Grillen bietet.

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Der sogenannte Bechthaler Weiher

Anlautertalradweg

Unterhalb der Ruine führt der Anlautertalradweg vorbei, der von Weißenburg durch das romantische Anlautertal mit seinen zahlreichen Mühlen über Titting bis nach Kinding führt. Dieser Radweg ist eher ein Geheimtipp, zumal man von Weißenburg aus die steile Anhöhe nach Oberhochstatt überwinden muss.  Selbstverständlich kann man aber auch am Parkplatz des Bechthaler Weihers parken und dann geruhsam durch das Anlautertal nach Kinding radeln.

Bergmühle 

Eine der zahlreichen Mühlen im Anlautertal ist die Bergmühle. Im dortigen Mühlenladen gibt es frisch aus der Mühle: Dinkel, Weizen und Roggen und Holzofen-Brot. 

 

Sehenswertes in der Nähe

Titting
Anlautertal
Das „verschwundene Dorf“
Burgus
Enkering 

burgruine bechthal 2

Einer der verbliebenen Türme

landschaft an der burgruine bechthal

Umgebung der Burgruine – Trockenrasen, steile Hänge

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Bilder: Sigrun von Berg

Autorin: Sigrun von Berg
2. Dezember 2021