Eichstätt

Eichstätt – barockes Zentrum im Altmühltal

Eichstätt ist eine meiner Lieblingsstädte im Altmühltal. Nicht nur, weil es hier wunderbare, geschichtsträchtige Bauten zu besichtigen gibt. Eichstätt ist auch eine lebendige Studenten-Stadt, die die katholische Universität Eichstätt beherbergt.

Viele Wege führen nach Eichstätt

Nach Eichstätt führen verschiedene Wege. Mit dem Auto über die B13 oder mit dem Fahrrad über den Altmühltalradweg oder mit dem Kanu, direkt über die Altmühl, was auch seinen Reiz hat. Auffällig in Eichstätt ist zunächst mal die trutzige Willibaldsburg, die hoch über der Stadt thront. Gelangt man in das Stadtzentrum wird aber auch die kirchliche Präsenz neben den bürgerlichen Bauten augenscheinlich. Kirchliche und bürgerliche Bauten waren durch die Stadtmauer geschützt.

Eichstätt wurde im Jahr 740 n Chr. erstmals urkundlich als „Eihstat“ erwähnt. Der Name rührt vermutlich von einer keltischen Siedlung (5 Jhd. V. Chr.) her, als sich etwa in der Nähe des Domes eine keltische Siedlung befand. („Eistedd“ keltisch für Wohn- oder Versammlungsstätte). Der angelsächsische Mönch Willibald (Bruder von Walburga in Heidenheim!) wurde 741/742 zum Bischof geweiht und nach Eichstätt entsandt, wo er ein Kloster gründete. Im Jahr 908 wurde der Stadt von König Ludwig IV. das Recht zur Ummauerung sowie das Markt- Münz- und Zollrecht verliehen. So gilt der 5. Februar 908 auch heute noch als Gründungsdatum.

Zentrum der Hexenverfolgung

Unrühmliche Bekanntheit erlangte Eichstätt im 16. und 17. Jahrhundert als ein Zentrum der Hexenverfolgung. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt fast vollkommen zerstört. Bauwerke, die diese Zeit überstanden, waren der Dom, die Stadtpfarrkirche „Unsere Liebe Frau“, das Kloster St. Walburg, Die Dominikanerkirche und die Johanniskirche. Im Wiederaufbau, der entsprechend der Zeit im barocken Stil erfolgte, wirkten vor allem die Baumeister Gabriel de Gabrieli, Jakob Engel und Maurizio Pedetti.

Das Stadtbild ist geprägt von dem Dom- und dem Residenzplatz mit der Mariensäule. Der Residenzplatz an der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz ist ein besonderes städtebauliches Ensemble und nur mit Führung zu besuchen.

Der gleich nebenan gelegene Dom wurde an dem Platz errichtet, an dem Willibald die erste Kirche gebaut hatte. Er vereint Stilelemente aus verschiedenen Epochen, zeigt aber ein harmonisches Gesamtbild. Sehenswert ist auch der Marktplatz mit der Statue des Hl. Willibald auf dem Brunnen.

In direkter Nähe sind die Willibaldsburg oder das Figurenfeld einen Besuch wert (der Straße nach Kinding folgen, Figurenfeld ist ausgeschildert)! Auf dem Figurenfeld zeigt der Künstler Alois Wünsche-Mitterecker mit 78 Figuren den Unsinn des Krieges.

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Sehenswertes in und um Eichstätt

Willibaldsburg mit Bastionsgarten
Figurenfeld
Römerkastell in Pfünz

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Eichstätter Bastionsgarten

Der Hortus Eystettensis („Eichstätter Garten“) war ein Botanischer Garten, der in der Renaissance auf der Willibaldsburg in Eichstätt angelegt wurde.

Die Pflanzen des Gartens wurden im Buch Hortus Eystettensis beschrieben.

1998 wurde der Garten mit zahlreichen alten Gewürz- und Heilpflanzen wieder angelegt.

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