Wer vom Dichterfürsten Goethe persönlich geadelt wird – so am 14. Oktober 1771 beim „Schäkespears Tag“ geschehen – über dessen Talent und Bedeutung müssen wir nun wirklich keine großen Worte mehr verlieren. Sowieso wird William Shakespeare auch nach 400 Jahren noch rauf und runter gespielt. Der englische Dramatiker war ein literarischer Visionär der Extraklasse, seine Stücke sind absolut zeitlos und längst literarisches Weltkulturerbe. So wie sein romantischer „Sommernachtstraum“, in dem er auf humorvolle Weise volkstümliche Märchenmotive mit griechischer Sagenwelt verknüpft, so typisch britisch und charmant-skurril wie die Teepartie des verrückten Hutmachers bei Carrolls Alice´s Adventures in Wonderland. Bald dürfen wir diesen nimmermüden „Sommernachtstraum“ in der Gunzenhäuser Stadthalle erleben. Am Samstag, 14. März 2026, schlüpfen die Künstlerinnen und Künstler des Ensemble Persona in die Rollen des Liebespaars Thesus und Hippolyta, den Fabelwesen Puck und Oberon und Co.

 

Wir wissen, der Schauplatz des Sommernachtstraums ist ein magischer Wald in der Nähe von Athen. Hier treffen die Schicksale zweier Liebespaare aufeinander, doch auch die Sagenwelt möchte ein großes Stück vom turbulenten Kuchen abhaben. Klingt verrückt und durchgedreht, ist es ein Stück weit. Der Plot ist so reich an Poesie, skurrilen Einfällen und humorvollen Elementen, dass der Sommernachtstraum zu Recht als Zitatmaschine in die Literaturgeschichte einging. Es ist daher ein großes kulturelles Geschenk, dass sich das Ensemble Persona diesem Stück angenommen hat. Die Sprachenthusiasten aus München legen großen Wert auf die Nuancen und Zwischentöne, interpretieren mitreißend und haben den Blick für das Besondere. Ihre herausragenden Literaturadaptionen sind rasant, innovativ und niemals austauschbar. Beim Zuschauen merkt Frau und Mann die Liebe zum Detail, den Respekt vorm Werk und den Wunsch, den Kern der Stücke adäquat und zugänglich in die Moderne zu transportieren. Die Regie an diesem vielversprechenden Theaterabend hat einmal mehr Tobias Maehler, der in Gunzenhausen bereits mit „in 80 Tagen um die Welt“ und seiner „Moby Dick“-Interpretation viele Menschen begeistern und nachhaltig beeindrucken konnte. 

 

Einzelkarten für den Theaterabend gibt es im Vorverkauf sowie an der Abendkasse. Das Stück ist eine Koproduktion des Ensemble Persona mit dem landesweit renommierten Scharoun Theater Wolfsburg und startet um 19.30 Uhr. Für Fragen rund um die Gunzenhäuser Theaterspielzeit, welche in dieser Saison vom Bezirk Mittelfranken unterstützt wird, stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen des Kulturbüros und der Tourist Information unter der Telefonnummer 09831/508-300 / -109 oder per E-Mail an kulturamt@gunzenhausen.de gerne zur Verfügung. Das Veranstaltungsprogramm finden Sie unter www.gunzenhausen.info.

 

Fotocredit: Bernt Haberland