07.02.2026 – 19.04.2026
Stillgeschwiegen – Die Vertriebenen in der SBZ und DDR
Eine wichtige gesellschaftliche Gruppe in der DDR, die bis 1989 nicht als Gruppe auftreten durfte, waren die deutschen Heimatvertriebenen, die mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges durch Flucht oder Vertreibung in die damalige Sowjetische Besatzungszone (SBZ) gelangten.
Etwa 4,3 Millionen Vertriebene kamen in die spätere DDR, in das Gebiet der heutigen fünf Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie nach Ost-Berlin. Auf die Gesamteinwohnerzahl der SBZ und DDR gerechnet waren etwa 25 % der Bevölkerung Vertriebene.
Mehr als vier Jahrzehnte lang wurde das Lebensschicksal dieser Menschen ausgeblendet und in die private, familiäre Erinnerung abgedrängt. Die politisch verordnete Verschmelzung der Vertriebenen mit der DDR- Gesellschaft und auch deren wirtschaftliche Etablierung mag oberflächlich betrachtet gelungen sein. Eine emotionale und historische Aufarbeitung, die das subjektive Empfinden über die offizielle Negierung des traumatischen Schicksals berücksichtigt, Empathie erzeugt und Interesse am Thema zugelassen hätte, fand bisher nur unzureichend statt.
Eine Ausstellung des Zentrums gegen Vertreibungen

