Gunzenhausen – die Stadt am Altmühlsee

Gunzenhausen – die Stadt am Altmühlsee

Gunzenhausen ist mit circa 16.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Etwa 90 n.Chr. drangen die Römer bis in die Gegend von Gunzenhausen vor und errichteten am Limes ein sogenanntes Numeruskastell. Diese Anlage wurde jedoch etwa 241 n. Chr. von den Alemannen wieder zerstört.

Die erste urkundliche Erwähnung fand Gunzenhausen erst sehr viel später, als Ludwig der Fromme das Kloster „Gunzinhuisir“ dem Reichskloster Ellwanger im Jahr 823 übereignete. 1368 ging die Stadt an Burggraf Friedrich von Nürnberg, wodurch sie in den Besitz der Hohenzollern wechselte. Wie auch die Gebiete um Gunzenhausen herum fiel die Stadt 1806 an das Königreich Bayern.

Der „wilde Markgraf“ Fürst Karl Wilhelm Friedrich baute Gunzenhausen im 18. Jahrhundert zu seiner persönlichen Residenz aus, wovon noch viele barocke Bauten zeugen. Der Markgraf, der eigentlich in Ansbach beheimatet war, ging hier seinem Hobby der Jagd nach und besuchte seine Geliebte. Das ehemalige Jagdschloss wird heute als Haus des Gastes für Veranstaltungen genutzt. Weitere Bauten am historischen Marktplatz sind das heutige Rathaus, die Stadtvogtei, das ehemalige Amtshaus am Marktplatz oder das Zocha-Palais (heute Stadtmuseum).

Gunzenhausen liegt unweit des Altmühlsees, der in Zusammenhang mit dem fränkischen Seenland entstanden ist. Er wird durch das Hochwasser der Altmühl gespeist. Hier kann man baden, segeln kiten oder mit der MS Altmühlsee gemütlich schippern. Bei einem Spaziergang erreicht man über eine Brücke die Vogelinsel, ein Naturschutzgebiet für Vögel Amphibien und Insekten. Hier kann man auf einem Erlebnispfad oder auf dem Aussichtsturm das ganze Jahr zum Teil seltene Vögel beobachten und auch Führungen mitmachen.

Eine Spezialität von Gunzenhausen ist auch das Schorschbräu, das mit einem Bier mit 57 Prozent Alkohol den derzeitigen Bier-Weltrekord hält.