Kloster Heidenheim – Heidenheim am Hahnenkamm

Kloster Heidenheim – Heidenheim am Hahnenkamm

Kloster Heidenheim – Heidenheim am Hahnenkamm

Heidenheim am Hahnenkamm war ein religiöses Zentrum, von dem die Christianisierung in Franken vorangetrieben wurde.

Die angelsächsischen Missionare Wunibald und Walburga gründeten dort im 8. Jahrhundert ein Kloster, wobei sie von Ihrem Bruder, dem Hl. Willibald, der Eichstätts erster Bischof war, unterstützt wurden. Nachdem Wunibald im Jahr 761 starb, übernahm Walburga die Leitung des Mönchsklosters und gründete sogar ein Nonnenkonvent. Mit der Leitung dieses in der Zeit (auf dem Kontinent) einzigartigen Doppelklosters wurde sie zu einer der mächtigsten Frauen in der Region. Sie starb 779 und ihre Gebeine wurden hundert Jahre nach ihrem Tod nach Eichstätt überführt. Anlässlich dieser Umbettung wurde Walburga wohl am 1. Mai um das Jahr 870 durch Papst Hadrian II. heiliggesprochen.

In der Folgezeit entstand ein richtiger Walburgakult, der sich bis heute noch hält. Insbesondere im Süddeutschen Raum gibt es am Abend des 30. Aprils die Walburgis / Walpurgisnacht, in der sich Jugendliche Scherze erlauben.

Die Klosteranlage selbst hat eine wechselvolle Geschichte. Etwa zehn Jahre nach Walburgas Tod löste der Eichstätter Bischoff Geroh das Doppelkloster auf und wandelte es in ein Stift für Säkularkanoniker um. Diese Weltgeistlichen hatte kein Ordensgelübde abgelegt und sollten sich eigentlich um Seelsorge kümmern. Mitte des 12. Jahrhunderts wurde das Kloster in einer Benediktinerabtei verwandelt. In dieser Zeit wurde auch das eindrucksvolle romanische Münster, eine dreischiffige Pfeilerbasilika, gebaut. Im Spätmittelalter gab es Beschwerden von Heidenheimer Bürgern, dass sich die Mönche wohl nicht an die Ideale der Keuschheit und persönlicher Armut hielten. Trotzdem wurden in dieser Zeit neue Konventsgebäude und der spätgotische Kreuzgang gebaut. Im Zuge der Reformation verlor das Kloster an Bedeutung. Mit dem Brand der Pfarrkirche Heidenheim und dem Tod des letzten Mönches im Jahr 1551 wandelte der Markgraf von Ansbach die bisherige Abteikirche in eine evangelische Pfarrkirche um. Die Klausurgebäude dienten als Amtsräume und Wohnzwecken.

Ökumenischer Begegnungsort 

Das Kloster in Heidenheim ist nach langer Restaurierung heute ein ökumenischer Begegnungsort. Man kann in Führungen etwas über die wechselvolle Geschichte des Klosters lernen und die Gebäude samt letzter Ruhestätten der Gründer bewundern.

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Klosterkirche Heidenheim

Grabstätte der Hl. Walburga

Sitzungsraum im Klostergebäude in Heidenheim,
Bildrechte Reinhold Seefried, Kloster Heidenheim

Der gelbe Berg – Ausflugsziel (und beinahe Geheimtipp) zu allen Jahreszeiten

Der gelbe Berg – Ausflugsziel (und beinahe Geheimtipp) zu allen Jahreszeiten

Der gelbe Berg

Ausflugsziel (und beinahe Geheimtipp) zu allen Jahreszeiten

An schönen Tagen kann es schon einmal passieren, dass man kaum einen Parkplatz am „Gelben Berg“ findet. Ein Geheimtipp ist er dann mitnichten. Doch es zeigt auch, dass sich viele der Faszination dieser Erhebung an der Nordflanke des Hahnenkamms mit seiner langen Geschichte  nicht entziehen können. Im Westen, Norden und Süden fallen die Hänge abrupt steil ab und bieten fantastische Aussichtspunkte ins Fränkische Seenland, bis nach Weißenburg, die Wülzburg, nach Gunzenhausen und in Richtung Altmühlsee.
Auch die Atmosphäre auf den mit Trockenrasen bewachsenen, von zahlreichen Mulden durchzogenen, an ein Labyrinth gemahnende Hochfläche hat zu allen Jahreszeiten ihre besondere Ausstrahlung.

Man findet dort zahlreiche Wildblumen und Schmetterlinge. Die „Gelbe Bürg“, wie der Berg auch genannt wird, gehört zu Bayerns Geotopen.

Besiedelt wurde der Berg schon seit der Jungsteinzeit, wie archäologische Grabungen belegen. Später diente er als Fluchtburg und zum Stein- sowie Erzabbau, wovon die zahlreichen Mulden im Gelände Zeugnis ablegen.

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Sehenswertes

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Autorin und Bilder: Sigrun von Berg