Treuchtlingen ist ein Städtchen süd-westlich von Weißenburg mit etwa 13.000 Einwohnern. Es liegt idyllisch direkt an der Altmühl und lädt auch zum Bummeln ein.

Erstmals wurde Treuchtlingen als „Drutelinga“ im Jahr 899 erwähnt. Die erste, auch heute noch als Ruine vorhandene, Burg wurde Mitte des 12 Jahrhunderts errichtet. Etwa 1400 wurde Treuchtlingen zum Markt erhoben, 1495 aber durch einen Großbrand weitgehend zerstört. 1647 fiel die Stadt an die Markgrafen von Ansbach und wurde schließlich 1809 Teil von Bayern.

Die Stadt war in ihrer Geschichte bekannt für das „Treuchtlinger Geschirr“ und ihre „Leonische Tressen- und Seidenmanufaktur“. Außerdem war sie schon immer ein Bahnknotenpunkt. Daran erinnert eine Denkmalslok in der Parkanlage. Auch heute hat die Stadt noch einen ICE Bahnhof.

Zu besichtigen sind heute das Stadtschloss, ein Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert, das in seinem Inneren ein Posamenten-Museum, ein Informationszentrum Altmühltal sowie eine Ausstellung über den Geopark Ries beinhaltet. Interessant ist auch die Burgruine „Obere Veste“, die alle drei Jahre das historische Burgfest beheimatet. Den Schlüssel zur Besichtigung des Bergfrieds kann man sich in der Kur- und Touristeninformation gegen Kaution ausleihen.

Entlang der Altmühl zieht sich der Kurpark. Hier finden im Sommer Konzerte in einem Pavillon statt, es gibt Skulpturen, eine Kneippanlage, Lesestationen sowie einen Spielplatz und einen Barfuß-Pfad für Kinder.

Direkt an der Altmühl liegt auch die frisch modernisierte Altmühltherme. Hier kann man in 18.000 Jahre altem Heilwasser baden. Es gibt Außenpools, Saunen und ein Freibad.

Ganz in der Nähe befindet sich auch der Karlsgraben – Fossa Corolina

Die Verbindung von Rezat und Altmühl sollte die beiden Flussgebiete von Rhein und Donau verbinden. So war vermutlich der Plan von Karl dem Großen. Noch heute kann man Überreste von diesem oft als größtem mittelalterlichen Bauprojekt bezeichneten Karlsgraben sehen.

Der circa 3 km lange Karlsgraben „Rest“ liegt in der Ortschaft Graben. Die Europäische Hauptwasserscheide liegt hier ganz in der Nähe, das heißt die Flusssysteme von Rhein und Donau sind hier nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Der Karlsgraben

Dort hatte Karl der Große im Jahr 793 mit dem ersten Vorläufer des heutigen Main-Donau Kanals begonnen, die Schwäbische Rezat mit der Altmühl zu verbinden. Mit einfachen Mitteln, wie Pickel, Schaufeln und Eimern wurde das Bauvorhaben bis zu 6000 Mann vorangetrieben. Jedoch hat wahrscheinlich starker Regen und immer wieder nachrutschende Erde den Bau vereitelt. Zudem änderte sich die politische und militärische Lage, so dass er Nachschub von Nahrung und Kriegsmaterial an dieser Stelle an Bedeutung verlor.

Heute zählt der Karlsgraben zu den „100 schönsten Geotopen Bayerns“ laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt.

Weitere Informationen:

www.tourismus-treuchtlingen.de