Nach den viel beachteten Vorträgen und Veröffentlichungen zu den Tante-Emma-Läden
sowie den kleinen innerstädtischen Handwerksbetrieben wird die von der Weißenburger Frankenbund-Gruppe präsentierte Reihe zur Weißenburger Wirtschafts- und Firmengeschichte nun fortgesetzt.
In der nächsten Etappe richtet der ehemalige Stadtarchivar Reiner Kammerl den Fokus auf „die Großen“: Unternehmen, die die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt in besonderer Weise prägen und geprägt haben.
Made in Weißenburg – Eine Auswahl bedeutender Weißenburger Firmen von Anselm bis ZBV -so lautet der Titel.
Als Mitstreiter hat Kammerl zwei bekannte Unternehmerpersönlichkeiten und Kenner der lokalen Industrie-geschichte an seiner Seite: Dr. Karl-Friedrich Ossberger und Jörg Raab. Zu dritt werden sie einen Streifzug durch die Weißenburger Industriegeschichte unternehmen. Der zeitliche Einstieg erfolgt bei den frühesten industriellen Betrieben, den zahlreichen Unternehmen der leonischen Industrie. Diesem Gewerk hat sich Reiner Kammerl bereits während seiner Tätigkeit als Stadtarchivar intensiv gewidmet. Die Vielzahl an Eigentümerwechseln und tiefgreifenden strukturellen Umbrüchen machte hier eine besonders genaue und differenzierte historische Einordnung notwendig.
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung im 19. Jahrhundert erweiterte sich das Spektrum der Weißenburger Industrie-betriebe deutlich. In chronologischer Abfolge werden Unternehmen aus der Metallverarbeitung und dem Maschinenbau, der Holzverarbeitung und Regaltechnik, der Bekleidungsindustrie sowie der Kunststoffverarbeitung vorgestellt. Ergänzt wird die Darstellung durch bemerkenswerte „historische Besonderheiten“: Betriebe außerhalb gängiger Kategorien, die über Jahrzehnte hinweg das wirtschaftliche und gesellschaftliche Gesicht der Stadt mitgeprägt haben – von der Tuch- und Emailfabrik bis hin zur Ofen-, Schokoladen- und Fahrradfabrik– um nur einige zu nennen. Ganz bewusst richten die Initiatoren ihr Augenmerk nicht nur auf längst verschwundene Namen, sondern auch auf Unternehmen, die heute noch produzieren und das Stadtbild prägen.
Nach den Worten Reiner Kammerls handelt es sich bei der Betrachtung der Weißenburger Wirtschaftsgeschichte nämlich nicht um ein abgeschlossenes Kapitel, sondern um den Blick auf „ein lebendiges Archiv, das fortlaufend ergänzt, erforscht und erzählt werden will. Jede Generation hinterlässt dabei ihre eigenen Spuren – in Werkhallen und Büros, in Schaufenstern, auf Baustellen, in Innovationszentren oder im stillen Tüftlerkeller.“
Viele der vorgestellten Unternehmen blicken auf Jahrzehnte, teils sogar auf mehr als ein Jahrhundert mit wechselvoller Geschichte zurück. Sie haben Krisen, Strukturwandel und wirtschaftliche Umbrüche überstanden. Diese Kontinuität verdient Anerkennung – und sie lässt hoffen, dass auch kommende Herausforderungen mit der gleichen Stärke und Anpassungsfähigkeit gemeistert werden.
Angesichts der Vielzahl der behandelten Betriebe kann der für den 25. März geplante Vortrag nur ausgewählte Einblicke geben. Möglichkeit zur Vertiefung bietet die begleitende über 100 Seiten umfassende Publikation, die als Jubiläumsheft Nr. 10 in der Schriftenreihe der Frankenbund-Ortsgruppe Weißenburg e.V. erscheint und am Vortragsabend erstmals
erhältlich ist.
Der Vortrag findet als Gemeinschaftsveranstaltung der Frankenbund Gruppe Weißenburg mit Unterstützung der Stadt Weißenburg in der frisch renovierten Karmeliterkirche statt. Wie bereits in den vergangenen Jahren werden hierfür Platz- bzw. Eintrittskarten ausgegeben.
Sie erhalten diese für einen Unkostenbeitrag von 3.-€ im Kulturamt und bei allen reservix Vorverkaufsstellen.
Made in Weißenburg – Eine Auswahl bedeutender Weißenburger Firmen von Anselm bis ZBV, Vortrag und Präsentation von Heft 10 der Frankenbund-Reihe von Reiner Kammerl, Karl-Friedrich Ossberger und Jörg Raab, eine Veranstaltung der Frankenbund Gruppe Weißenburg mit Unterstützung der Stadt Weißenburg i.Bay. am 25. März um 19:00 Uhr im Kulturzentrum Karmeliterkirche, Luitpoldstraße 9, 91781 Weißenburg i. Bay., Eintritt: 3.- €









