Eröffnung des Jurahaus-Pfads Altmühlfranken

Eröffnung des Jurahaus-Pfads Altmühlfranken

Eröffnung des Jurahaus-Radwegs

Jurahäuser gehören mit ihrer schnörkellosen Fassade, den kleinen Fenstern und dem relativ flach geneigten Legschieferdach aus Kalkstein zu einem baukulturellen Erbe in Altmühlfranken. Aber auch in den Nachbarlandkreisen Donau-Ries, Eichstätt und Roth prägte bis in die 1950er-Jahre das Jurahaus die Ortsbilder und war somit der dominierende Baustil des Altmühljuras. Um dieses baukulturelle Erbe sichtbar für Gäste sowie Bürgerinnen und Bürger zu machen, wurde der Jurahaus-Pfad Altmühlfranken konzipiert.

28 Kilometer Radrundweg

Mit Start in Treuchtlingen am Schlossplatz wurden auf 28 Kilometern insgesamt 35 Jurahäuser mit Plexiglas-Tafeln ausgestattet, die über Bauzeit, bisherige Nutzung und Sanierungsarbeiten informieren. Die Tour verläuft auf einer nicht beschilderten Strecke als Rundweg von Treuchtlingen über Graben, Dettenheim, Haardt, Heuberg, Suffersheim, Schambach und Dietfurt. Die Tourenkarte und das Streckenprofil sind auf der Homepage des Naturparks Altmühltal unter zu www.naturpark-altmuehltal.de finden.

Das Projekt wurde von Eva Martiny, der Vorsitzenden des Jurahaus-Vereins e. V. mit Sitz in Eichstätt angestoßen. In Zusammenarbeit mit der Zukunftsinitiative Altmühlfranken und den Städten Weißenburg und Treuchtlingen wurde eine geeignete Route festgelegt und in Abstimmung mit den Jurahausbesitzern umgesetzt.

Im Rahmen einer Eröffnung an der Infotafel des Jurahaus-Pfads Altmühlfranken am Schloss in Treuchtlingen bedankte sich Landrat Manuel Westphal bei allen Mitwirkenden, insbesondere aber bei den Jurahausbesitzern, die sich an diesem Projekt beteiligt haben und somit ihr Jurahaus als Teil der regionalen Identität sichtbar machen. Einen runden Abschluss der Eröffnung lieferte anschließend noch der Vortrag zum Thema „Das Kalkplattendach – einmaliges Kulturerbe der Altmühlregionen“ von Eva Martiny im Museumscafe in Treuchtlingen.

Bildunterschrift: Zur feierlichen Eröffnung des Jurahaus-Pfads Altmühlfranken waren auch mehrere Juhrahausbesitzer anwesend.

Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen / Nico Kögel

Weitere Infos

Neue Jura-Radtour

Neue Jura-Radtour

Jura E-Bike Tour – das neue touristische Highlight am Jura!

Die rund 61 Kilometer lange Jura E-Bike Tour wurde am 20. Juni feierlich eröffnet. Mit einer einheitlichen Radwegebeschilderung, zwölf Informationstafeln und zwei Radservicestationen ist die Stromtreter-Tour für jeden sichtbar. Das Projekt der Zukunftsinitiative altmühlfranken wurde in Zusammenarbeit mit den Kommunen und dem Tourismusverband Fränkisches Seenland realisiert und wird durch LEADER Fördermittel unterstützt.
Im Juragebiet des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen wurde mit der Stromtreter- Route „Jura E-Bike Tour“ ein neues touristisches Highlight geschaffen. Eine einheitliche und beidseitige Radwegebeschilderung nach dem Standard der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (kurz: FGSV) macht den Radweg nun für alle erkennbar. Weiter wurden entlang des Radwegs zwölf Informationstafeln errichtet, die Hinweise zum Routenverlauf und zu den Highlights entlang des Weges zeigen, wie den Märzenbecherwald bei Ettenstatt, den Burgus in Burgsalach oder die Burgruine in Bechthal. Als dritter Baustein wurden in Pleinfeld und Ellingen an zentralen und frei zugänglichen Stellen Radservicestationen installiert mit Werkzeug für kleine Reparaturen und einer Luftpumpe.
Das LEADER-Projekt wurde über die LAG Altmühlfranken mit Mitteln der EU und des Freistaates Bayern finanziell unterstützt. Sie ist Teil einer Qualitätsoffensive des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen zur Steigerung der Attraktivität der touristisch bedeutsamen Radstrecken in Altmühlfranken.
„Die Jura E-Bike Tour ist ein tolles Beispiel dafür, was wir schaffen können, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Ich danke daher allen acht beteiligten Kommunen, dem Tourismusverband Fränkisches Seenland sowie der fürstlichen Familie von Wrede für die Unterstützung und gelungene Zusammenarbeit bei der Umsetzung des LEADER-Projekts“, bedankt sich Landrat Manuel Westphal bei der offiziellen Eröffnung des Radwegs in Thalmannsfeld.
Der Verlauf der Route sowie der GPX-Track stehen auf der Homepage des Fränkischen Seenlands unter www.fraenkisches-seenland.de/wege/jura-e-bike-tour-2138 zur Verfügung.

Die Adebars klappern wieder!! Storchenradwege 1-3

Die Adebars klappern wieder!! Storchenradwege 1-3

Die Adebars klappern wieder!!

Die Storchenradwege 1 bis 3 in Altmühlfranken

Sie sind wieder (oder immer noch) da und klappern fleißig in ihren Nestern. Die Störche kann man vielerorts bei uns in der Gegend beobachten. Es gibt drei ausgezeichnete Radwege, die an den Horsten vorbeiführen und zur Beobachtung einladen.

 

Storchenweg 1 – 28 km

Der Storchenweg 1 beginnt bei der LBV-Umweltstation Altmühlsee in Muhr am See. Hier kann man in der Vogelstation einen Info-Rucksack ausleihen. Dann gehts zum Mönchswald über den Weiler Dürrnhof Richtung Merkendorf. Hier kann man am Rathausdach die ersten Störche beobachten. Die nächsten Storchenhorste finden sich an den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf und danach im schönen Städtchen Ornbau. Die Gesamtlänge der Tour ist 28 km. Die genaue Wegbeschreibung, die sich empfiehlt (!), findet man unter.

Storchenweg 2 – 22 km

Storchenweg 2 beginnt auch wieder am Altmühlsee, geht über Altmuhr (Pfarrhausdach!), Wald, Steinabühl, Gunzenhausen, Schlungenhof und wieder zurück. Auch hier kann man auf verschiedenen Dächern Storchennester bewundern. Tourlänge etwa 22 km.

 Storchenweg 3 – 33 km

Auch der Storchenweg 3 zeigt viele gefiederte Freunde. Er geht von Gunzenhausen in die südliche Richtung über Oberasbach, Gundelsheim, Alesheim, Trommetsheim, Windsfeld, Aha und dann wieder Gunzenhausen. Auf dieser Tour kann man auch viele Störche auf dem Feld oder an der Altmühl sehen.
200817 Stoerche Trommetsheim 14 scaled
200817 Stoerche Trommetsheim 19 scaled

Bilder: Ralph Goppelt

1200 Jahre Gunzenhausen – Jubiläumsradweg offiziell eröffnet

1200 Jahre Gunzenhausen – Jubiläumsradweg offiziell eröffnet

68,9 Kilometer, rund 240 Höhenmeter und mehr als 160 Schilder – das ist der neue Gunzenhäuser Jubiläumsradweg. Das Radlwegmammutprojekt wurde anlässlich der 1200-Jahr-Feierlichkeiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der städtischen Tourist Information konzipiert und erschlossen, herausgekommen ist eine abwechslungsreiche und vielseitige Rundreise durch das Stadtgebiet Gunzenhausens. Vergangenen Sonntag wurde der Jubiläumsradweg feierlich eingeweiht.

 

„Mittlerweile ist Gunzenhausen ein richtiges Eldorado für Fahrradfreunde“, freut sich Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Traditionell legen wir großen Wert auf eine funktionierende Radfahrinfrastruktur und sind für unser Engagement bereits als fahrradfreundliche Kommune ausgezeichnet worden. Ob Einheimische oder Touristen, wer in Gunzenhausen auf dem Rad sitzt, soll ernst genommen werden und sich wohlfühlen. Auch künftig werden wir das Fahrrad fördern und ich bin sehr froh, dass wir nun mit dem neuen Jubiläumsradweg ein weiteres Highlight bieten können.“

 

Der Jubiläumsradweg ist vielseitig, lässt sich am Stück fahren oder in fünf einzelne Etappen bzw. Einzelstrecken aufteilen. Auf diese Weise lässt sich die Gegend rund um Gunzenhausen in aller Ruhe und ohne körperlichen Stress im eigenen Tempo erkunden. Etappe 1 führt von Gunzenhausen durch Aha, Unterasbach, Oberasbach, Obenbrunn und Frickenfelden. Etappe 2 von Frickenfelden nach Schlungenhof, dann nach Sinderlach, zur Schnackenmühle, Laubenzeldel und nach Büchelberg. Etappe 3 bringt Sie von Büchelberg nach Muhr am See, dann zum Altmühlsee, nach Schweina und am Ende nach Wald. Etappe 4 beginnt in Wald und führt dann über Mooskorb nach Steinabühl, Streudorf, Höhberg, Oberhambch, Unterhambach, Filchenhard bis nach Cronheim. Die letzte Etappe 5 beginnt dann in Cronheim und verläuft weiter nach Maicha, dann kommt Stetten, Nordstetten, Steinacker, Pflaumfeld, Edersfeld, Unterwurmbach und am Ende nach Gunzenhausen.

 

„Bei dieser abwechslungsreichen Strecke ist wirklich für jeden etwas dabei“, erklärt Wolfgang Eckerlein von der Tourist Information. „Gunzenhausen soll auf vielen Wegen erkundet werden können, daher haben wir unterschiedlichste Landschaftstypen eingebaut. Der Jubiläumsradweg führt zudem an mehreren Einkehr- bzw. Rastmöglichkeiten vorbei und wurde familienfreundlich konzipiert. Rennradfahrer werden allerdings weniger Spaß haben, da wir abseits der ausgefahrenen Pfade auch auf landwirtschaftlichen Strecken unterwegs sind.“

 

Ein informatives Jubiläumsradwegfaltblatt kann kostenlos in der Tourist Information der Stadt Gunzenhausen in der Rathausstraße 12 abgeholt werden. Online finden Sie die Informationen zum Radweg unter www.gunzenhausen.info. GPX-Daten zum Download werden zeitnah zur Verfügung gestellt.

 

„Es handelt sich um einen neuen Radweg, der noch nicht perfekt sein kann“, betont Wolfgang Eckerlein. „Falls Sie eine Schwachstelle ausmachen, beispielsweise bei der Beschilderung, dann schreiben Sie uns bitte eine E-Mail unter touristik@gunzenhausen.de. Vielen Dank für Ihre Mithilfe, denn nur so können wir besser werden.“

 

 

Foto: Stadt Gunzenhausen

29 Orte – 60 Kilometer – 1200 Jahre: Jubiläumsradweg für Gunzenhausen

29 Orte – 60 Kilometer – 1200 Jahre: Jubiläumsradweg für Gunzenhausen

Pünktlich zum großen Gunzenhäuser Stadtjubiläum haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Tourist Information etwas ganz Besonderes für Einheimische und Gäste einfallen lassen. In den letzten Monaten wurde ein rund 60 Kilometer langer Radweg erschlossen, der am Stück abgefahren durch alle 29 Orte im Gunzenhäuser Stadtgebiet führt. Damit sind nicht nur alle Ortsteile berücksichtigt worden, sondern jeder Weiler und jedes Dorf. Am Sonntag, 21. Mai 2023, soll die abwechslungsreiche Strecke um 11 Uhr offiziell für den Radverkehr freigegeben werden. Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz wird dazu auf dem Gunzenhäuser Marktplatz zusammen mit einer Delegation zu einer Rundfahrt aufbrechen.

 

„Der neue Jubiläumsradweg ist ein weiteres Highlight für unsere fahrradverrückte Radlregion“, freut sich Wolfgang Eckerlein, Leiter der Tourist Information der Stadt Gunzenhausen. „Der Radweg ist vielseitig, lässt sich am Stück fahren oder in vier einzelne Strecken aufteilen. Auf diese Weise lässt sich die Gegend um Gunzenhausen in aller Ruhe und ohne körperlichen Stress erkunden. Eine eigens für den Radweg angefertigte Beschilderung weist den Weg und jede Strecke bekommt eine eigene Farbe.“

 

Am 21. Mai 2023 wird der Jubiläumsradweg eröffnet und vielerorts präsentieren sich Gunzenhäuser Ortsteile durch Aktionen und Events. Beispiele gefällig? In Frickenfelden findet ein großes Feuerwehrfest statt und in Schlungenhof wird 40 Jahre Obst- und Gartenbauverein gefeiert. Schließlich wird es in Cronheim ein Fußballspiel mit Bewirtung am Sportplatz geben. Für Abwechslung entlang des Weges ist dementsprechend gesorgt.

 

Die exakte Strecke des Jubiläumsradwegs wird am 21. Mai 2023 bekannt gegeben. Für nähere Informationen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tourist Information unter Tel. 09831/508 300 oder per E-Mail an touristik@gunzenhausen.de gerne zur Verfügung.

 

Foto: Stefan Schramm

Die Ruinenkirche zur Lieben Frau im Spindeltal bei Wellheim

Die Ruinenkirche zur Lieben Frau im Spindeltal bei Wellheim

Die Ruinenkirche Spindeltal ist eine mittelalterliche Marienwallfahrtsstätte, die in den 90er Jahren von einem Verein wiederbelebt wurde. Die Wallfahrtskirche mit wechselvoller Geschichte ist heute wieder eine vielbesuchte Gebetsstätte, in der sogar Trauungen stattfinden. Außerdem findet hier das alljährliche Motorradtreffen der Katholischen Landjugendbewegung statt.

Die Baugeschichte reicht in die Jahre 1477 und 1478 zurück, als Graf Georg von Helfenstein, Inhaber der markgräflich-ansbachischen Herrschaft Wellheim (Bistum Augsburg), über einem Vorgängerbau eine Kirche im Spindeltal bauen ließ.

Bald jedoch wurde diese zum Zankapfel, da die viel besuchte Wallfahrtsstätte auf dem Grund stand, der bayerischer bzw. seit 1505 pfalz-neuburgischer Hoheit unterstand. Seit 1536 flossen damit die Einnahmen gegen den Protest des Grafen von Helfenstein an die Pfarrei Rögling (Bistum Eichstätt).

1542 ließ der zum Protestantismus übergetretene Herzog Ottheinrich von Pfalz-Neuburg die Spindeltalkirche schließen und teilweise zerstören. Eine Erneuerung erfolgte 1728, doch blieb die Kirche Thema von Streitigkeiten der Landbeanspruchung.

Dies führte 1782/1783 zur Schließung und Zerstörung der Kirche, um den Streit allemal zu beenden. Erst in den 1990er Jahren wurde die Kirche wiederbelebt.

IMG 9976 scaled
IMG 9970 scaled
IMG 9979 scaled