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625 Jahre Gunzenhäuser Kerwa – Kirchweih-Festzug als Zeitreise

625 Jahre Gunzenhäuser Kerwa – Kirchweih-Festzug als Zeitreise

Kerwafreunde, Feierbiester und Freunde traditioneller Volksfeste aufgepasst – vom 12. bis 20. September findet die diesjährige Gunzenhäuser Kirchweih statt. Und heuer nimmt das Fest eine besondere Hürde: Es wird 625 Jahre jung, ein Grund zum Feiern!

 

Die Gunzenhäuser Kerwa ist fränkisches Kulturgut und feiert 2026 seinen 625. Geburtstag. Unter dem Motto: „Unser Fest im Wandel der Zeit“ wird der beliebte Kirchweih-Festzug durch die Innenstadt wandern. Anmeldungen hierzu sind ab sofort möglich. Ob historische Trachten, moderne Interpretationen, Musik-Acts, kreative Fußgruppen oder selbst gestaltete Umzugswagen – der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt. Das sollten Sie keinesfalls verpassen!

 

Die Vorbereitungen für die Kerwa laufen auf Hochtouren und nach und nach werden Details und Planungen auf www.gunzenhausen.info/kirchweih bekannt gegeben. Regelmäßig reinschauen lohnt sich also. Wer beim Festzug mitmachen möchte, der kann sich das Anmeldeformular auf der angegebenen Internetseite downloaden oder es ausgedruckt in der Tourist Information, Rathausstraße 12, 91710 Gunzenhausen abholen. Bitte beachten Sie, dass Anmeldungen spätestens bis Freitag, 24. Juli 2026, erfolgt sein müssen.

 

Für Rückfragen stehen Anna Kleemann und Barbara Weichert unter Tel. 09831/508-300 oder per E-Mail an kerwa@gunzenhausen.de gerne zur Verfügung.

 

Fotocredit: Stadt Gunzenhausen/ Teresa Biswanger

Literatur, Skandal oder beides? Auf den Spuren von Piet de Moors Salinger-Buch „Gunzenhausen“

Literatur, Skandal oder beides? Auf den Spuren von Piet de Moors Salinger-Buch „Gunzenhausen“

Der Roman ist nicht „empfehlenswert“, viel mehr „strapaziös“ und bedient das „Klischee von den bösen Gunzenhäusern“. Piet de Moors „Gunzenhausen“ kam in der lokalen Berichterstattung nicht sonderlich gut weg. Ein gutes Jahr nach der deutschen Veröffentlichung wissen wir, dass der Untergang des mittelfränkischen Abendlandes ausgeblieben ist. Es wird Zeit, sich intensiver, möglichst objektiv und losgelöst von emotionaler Belastung mit diesem besonderen Text zu beschäftigen. Das Dreigestirn aus Touristikchef Wolfgang Eckerlein, Rechtsanwalt Holger Johannes Pütz-von Fabeck und Literaturwissenschaftler Manuel Grosser stellt sich dieser kulturellen Herausforderung und wird im Sommer 2026 „Gunzenhausen“ auf sein intellektuelles „Gefährdungspotenzial“ untersuchen. Ein wichtiges Ereignis, denn immerhin schreibt der Belgier de Moor über J.D. Salinger und dessen Beziehung zur Stadt Gunzenhausen. Folgenlos konnte das nicht bleiben…

 

Bekanntermaßen war der weltberühmte, 1919 geborene „Fänger im Roggen“-Autor hier bei uns in Gunzenhausen nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Militärgeheimdienstler tätig. Piet de Moor nimmt die echte Person „Salinger“ und schreibt dieser eine ausgedachte Vergangenheit vor einer historischen Leinwand auf den Leib. Im Ergebnis erlebt die fiktive Autorenpersönlichkeit ganz ohne de Lorean und Fluxkompesator wilde Geschichten, weiß zum Beispiel schon 1945 vom Altmühlsee und kennt jede Ratte unter der Villa Schmidt mit Vor- und Zunamen. Doch darf de Moor das überhaupt? Fiktion und Realität nach Belieben vermischen, dazu noch offensichtliche Unwahrheiten verbreiten?

 

Blickt man über die Grenzen der Altmühlstadt, so wird die metareflexive Ebene des Romans gelobt und der anspruchsvolle Text sogar als eine Auseinandersetzung mit den Strukturen der deutschen Nachkriegsgesellschaft interpretiert. Die Geschichte soll Erinnerungskultur, Schuld und kollektives Schweigen in einem sein, verpackt im schillernden Gewand einer fiktionalen Erzählung. Wird Piet de Moor in der Altmühlstadt also missverstanden und „Gunzenhausen“ ist am Ende mehr Höhenkamm- als Schundliteratur? Finden Sie es mit uns zusammen im Rahmen einer ganz besonderen Lesung heraus. Wir laden am Donnerstag, 9. Juli 2026, um 19.30 Uhr zur traditionellen Literaturreihe in den Kastaniengarten der Kanzlei meyerhuber rechtsanwälte partnerschaft in Gunzenhausen (Rot-Kreuz-Straße 14, 91710 Gunzenhausen) ein.

 

Am 9. Juli 2026 wird Wolfgang Eckerlein dem Wahrheitsgehalt des Werks als kritischer „Fakten-Wolf“ auf den Grund gehen. Denn möglicherweise flunkert der fiktive Salinger an der ein oder anderen Stelle oder verdreht gar die Tatsachen. Frei nach Lolitta-Autor Vladimir Nabokov ist „Literatur immer Erfindung“ und „Gunzenhausen“ damit vielleicht ein perfektes Beispiel für die Macht von guten Geschichten. Darauf wird Manuel Grosser eingehen, der sich das Werk als Kriegstraumaliteratur vornimmt und J.D. Salinger damit möglicherweise als psychisch Verwundeten analysiert. „Gunzenhausen“ spielt in einer Welt der Unordnung, gerade de Moors poetische Kompositionen treffen mitten ins Herz und berühren emotional tief.

 

Fehlt nur noch der begnadete Vorleser Holger Johannes Pütz-von Fabeck, der die Analysen in gewohnt-gekonnter Manier mit ausgewählten Textauszügen unterstreichen wird. Literatur hat von Natur aus die Lizenz zur kreativen Behandlung historischer Ereignisse. Machen Sie sich bereit, der Erinnerung an „Gunzenhausen“ neue Aspekte hinzuzufügen.  

 

Abgerundet wird das Literaturevent von einer stimmungsvollen Lichtinstallation. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, Einlass in den Garten der Kanzlei meyerhuber rechtsanwälte partnerschaft ist um 19 Uhr. Der Besuch ist kostenlos, wer sich einen Platz sichern will, sollte sich jedoch über die Tourist Information der Stadt Gunzenhausen unter Tel. 09831/508 300 anmelden. Bitte beachten Sie: Das Platzangebot ist beschränkt, es gilt das Windhundprinzip.

 

Fotocredit: kanzlei meyerhuber (v.l.n.r.: Literaturwissenschaftler Manuel Grosser, Rechtsanwalt Holger Johannes Pütz-von Fabeck und Touristikchef Wolfgang Eckerlein)

Henrike Eckhardt – MÖGLICHKEITEN

Henrike Eckhardt – MÖGLICHKEITEN

Henrike Eckhardt – MÖGLICHKEITEN

Illustration, Malerei, Grafik und andere Möglichkeiten.

Vernissage am Freitag, den 26. Juni, 19.30 Uhr

Es sollte immer etwas erzählt werden!  Festgehaltene Tagtraumerinnerungen, Geistesblitze aus Miniwelten, triviale Ungeheuerlichkeiten, unerhörte Normalitäten, Kinderbuntheiten. Das Festhalten von Bewegungen oder Gedanken, um nachzuschauen, woher sie kommen oder wohin sie gehen könnten. Verschiedene Möglichkeiten eine Antwort anzuregen und Was-wäre-wenn-Momente zu schaffen. Den Geist durch kleine Anstöße herauszufordern und auf Wanderschaft mitzunehmen, jedenfalls so weit wie er Lust hat mitzugehen. Mit sensiblem Ernst, aufmunterndem Augenzwinkern, stillem Humor und der verzweifelten Suche nach der Möglichkeit, wie sich alles doch noch zum Besseren kehren könnte.

Henrike Eckhardt bedient sich genüsslich verschiedener Stile und Techniken, je nachdem, was am geeignetsten erscheint, um den Gedanken oder die Geschichte zu visualisieren und zu poetisieren. In der Serie „Ansbach anner Waterkant“ beispielsweise wird die Stadt, die in Deutschland kaum weiter von jedwedem Meer entfernt liegen könnte, in Acryl an die Küste gewünscht. Ölkreide auf Wellpappe taugt hervorragend, um aus dem Zusammenhang gerissene, flüchtig vorbeigezogene Bilder plakativ festzuhalten und ihnen somit Gehalt zu verleihen, wie Kinder es sich erlauben. Flatternde Vögel und herumirrende Wasserbewohner werden im Linoldruckverfahren auf besondere Papiere gebannt, Kindergeschichten in Aquarell zum Leben erweckt. Schwere Gedanken finden irreführende Leichtigkeit in Mobilés, und manche Unbill lässt sich in cartoonesker Weise erseufzen. Aufwühlende Theaterabende werden zeichnerisch festgehalten und digital in Plakatform gebracht.  Und einiges andere, was sonst noch so möglich war und sich lohnte aufgehoben zu werden.

Mehr unter: www.atelier-eckhardt.de

Art-Night „Hautnah“ | Alexandra Hiltl

Art-Night „Hautnah“ | Alexandra Hiltl

Art-Night „Hautnah“ | Alexandra Hiltl

Samstag, 27. Juni 2026, 18:00 Uhr
korridor.art, Dr.-Martin-Luther-Platz 13, 91710 Gunzenhausen
Live-Painting mit Modell Sabine

Ausstellungszeitraum: 27.06.–06.08.2026

 

Der Eintritt ist wie immer frei und es gibt reichlich Erfrischungen, eine entspannte Atmosphäre und tolle Gäste.

Wir freuen uns auf Sie und eine kurze Rückmeldung vorab.

Energie tanken auf der MS Altmühlsee – Fahrt in den Sonnenuntergang

Energie tanken auf der MS Altmühlsee – Fahrt in den Sonnenuntergang

Während die Sonne langsam am Horizont versinkt, wird auf dem Wasser des Altmühlsees jede Minute zu einem kleinen Ritual der Entspannung. Das sanfte Schaukeln des Schiffs, das leise Plätschern gegen die Bordseite und die kühle Abendluft schaffen eine Atmosphäre, in der der Alltag in weite Ferne rückt. Für Entspannungssuchende haben sich die Verantwortlichen des Zweckverbands Altmühlsee etwas Besonderes einfallen lassen. Ab Donnerstag den 2. Juli 2026 sticht die MS Altmühlsee wöchentlich, immer donnerstags, um 20 Uhr in See. Im August legt das Schiff um 19.30 Uhr ab. Los geht´s an der Anlegestelle im Seezentrum Schlungenhof.

 

In der Dämmerung wirkt Natur noch einmal intensiver. So werden Farben anders wahrgenommen, Konturen fließen ineinander und die Spiegelung des Himmels auf der Wasseroberfläche verwandelt die Umgebung in ein bewegtes Gemälde. Der Übergang vom Tag zur Nacht hat tatsächlich etwas Beruhigende. Er lädt ein, Stress loszulassen und das Hier und Jetzt intensiv zu genießen.

 

Wer also ausgiebig Energie und Kraft tanken möchte, sollte sich die Donnerstage bis zum Ende der Sommerferien unbedingt vormerken. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Zweckverbands Altmühlsee unter www.altmuehlsee.de, unter Tel. 09831/508 191 oder per E-Mail an info@altmuehlsee.de. Tickets gibt es direkt am Schiff.

 

Fotocredit: Gerhard Durst