Entschleunigen mit Vroni und Fred – Eseltrekking

Entschleunigen mit Vroni und Fred – Eseltrekking

Entschleunigen mit Vroni und Fred

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Eseltrekking im Naturpark Altmühltal ist ein Tipp für alle, die ganz im Hier und Jetzt ankommen möchten

In gemütlichem Tempo folgen sie dem Wiesenpfad, die schlaue Vroni und der schöne Fred, der sanftmütige Mario, der verschmitzte Benjamin, die fleißige Sina sowie Luigi, der Genießer – und mit ihnen die Menschen, die sie auf dieser Wanderung begleiten dürfen. Vroni & Co. sind nämlich Esel, die von ihrem Besitzer Ralph Baumann dazu trainiert wurden, mit Menschen auf Tour zu gehen. Dabei tragen die sympathischen Grautiere, ganz wie ihre Eselvorfahren es schon vor Jahrhunderten taten, das Gepäck der Zweibeiner.

Die Eseltouren sind ideal für Familien, aber auch für alle, die einen Ausgleich zum hektischen Alltag suchen. Denn Esel wissen, wie man sich Zeit lässt – und vermitteln diese Gabe auch an ihre Begleiter. Startpunkt der Wanderungen ist der Weiler Wolfertshofen bei Breitenbrunn, wo die Esel zu Hause sind. Teilnehmer der mehrtägigen Touren zelten hier eine Nacht im Obstgarten und haben Gelegenheit, die Tiere in Ruhe kennenzulernen. Der Charakter der Esel ist genauso verschieden wie der der Menschen, sodass jeder Wanderer schnell das Tier findet, das zu ihm passt. Am ersten Abend erklären Ralph Baumann und sein Team, was beim Eseltrekking und beim Säumen wichtig ist. Denn wer die Esel versteht und richtig mit ihnen umgeht, erlebt ihre gutmütige und freundliche statt ihrer sturen Seite. Auch zum Thema Füttern, Striegeln und Hufpflege lernen die Eselwanderer einiges, bevor es am nächsten Tag richtig losgeht.

Jedes der Grautiere trägt das Gepäck von bis zu zwei Wanderern, maximal 15 Kilogramm pro Person. Wenn sie ordentlich bepackt sind, sodass das Gewicht gut verteilt ist, zieht die kleine Karawane los ins idyllische Labertal. Besonders schön für Kinder sind die Wochentouren, bei denen der Zeltplatz nicht täglich gewechselt wird. So bleibt mehr Zeit zum Toben, Baden und natürlich, um die Esel zu verwöhnen. Diese lassen sich gern ausgiebig kraulen und posieren auch geduldig für Erinnerungsfotos. Dafür werden dann die Handys gezückt, die sonst meist – oft zur Überraschung der Eltern – in der Tasche bleiben. Wer gerade einen Esel striegelt, braucht schließlich beide Hände!

Es muss aber nicht gleich die große Wochentour sein. Für ein erlebnisreiches Wochenende bietet sich zum Beispiel die Tour nach Dietfurt an, wo die Gruppe im Alcmona-Erlebnisdorf in keltischer Atmosphäre übernachtet. Das Angebot umfasst noch viele weitere Touren, darunter auch Tageswanderungen mit Eselbegleitung. Die aktuellen Termine sind online zu finden. Gruppen können ihr Eseltrekking-Erlebnis außerdem auch individuell buchen.

Mehr Informationen: PACK.ESEL., Wolfertshofen 11, 92363 Breitenbrunn,
Telefon 09495/9037936, baumann@pack-esel.com, www.pack-esel.com

Berching – Kleinod des Mittelalters

Berching – Kleinod des Mittelalters

Berching – Kleinod des Mittelalters

Der Ort „Pirihinga“ wurde zwar 883 erstmals urkundlich erwähnt, erste Siedlungsspuren fanden sich aber schon ca. 5000 v.Chr. in der Jungsteinzeit. Im Jahr 912 wurde der Ort den Fürstbischöfen von Eichstätt zugeschrieben und erstmals 1296 erstmals als „befestigter Ort“ bezeichnet. Die noch heute erhaltene Stadtmauer mit 13 Türmen und vier Stadttoren wurde von Bischof Wilhelm von Reichenau (1464-1496) erneuert und ausgebaut.

Im Mittelalter erlebte Berching eine Blütezeit, wovon zahlreiche, große Bürgerhäuser sowie die beiden großen Kirchen zeugen. In der Folgezeit verliert Berching jedoch (auch durch die Säkularisierung  des Hochstifts Eichstätt) an Bedeutung. Dies ist jedoch heute von Vorteil, da in den vergangenen Jahrhunderten das Geld für große Bauvorhaben fehlte und die Altstadt weitgehend erhalten geblieben ist.  Schöne Plätze oder Parkanlagen sind in der Stadt zu entdecken.

Die Stadt liegt direkt am Main-Donau-Kanal, der 1992 eröffnet wurde, und hat dadurch stark an touristischer Bedeutung gewonnen. Seit 2013 darf sich Berching auch Citta Slow nennen und ist damit in die internationale Vereinigung lebenswerter Städte aufgenommen. Berühmtester Sohn der Stadt (es ist allerdings umstritten, ob er in Weidenwang oder Erasbach geboren wurde – es gibt zwei Geburtshäuser) ist der Komponist und Opernreformator Christoph Willibald Gluck, dem auch eine Multimedia-Ausstellung im Museum gewidmet ist.

Auf dem ebenfalls durch Berching führenden, historischen Ludwig-Donau-Main Kanal kann man im Sommer mit dem Treidelschiff „Alma Viktoria“ einen Ausflug unternehmen.

Bildrechte: Stadt Berching

 

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Der Hans-Kuffer-Park direkt an der Sulz vor den mittelaterlichen Mauern von Berching lädt zum Spielen, Planschen und Verweilen ein. Harmonisch fügen sich die Sulzbühne mit den Trittsteinen aus heimischen Kalkstein in die Kulisse der Stadt ein. 
(Bild: Sigrun von  Berg)

Altmühltal – Schmetterlinge, Schloss und Burg

Altmühltal – Schmetterlinge, Schloss und Burg

Im Altmühltal bei Kipfenberg – Schmetterlinge, Burg und Schloss

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Der Schmetterlingsweg

Der Rundwanderweg Nr. 2 (ca. 11 Kilometer) startet wahlweise in Arnsberg oder in Kipfenberg. Die Wanderung führt vorbei an den typischen Dolomitfelsen des Altmühltals, an Trockenrasen und durch Mischwälder. Der gut ausgeschilderte Weg erfordert stellenweise Trittsicherheit, so beim Ostaufstieg zum Michelsberg, einer Alternativroute, bei Kipfenberg.  Schöne Ausblicke sind garantiert bei Schloss Arnsberg und bei Böhming.

 Trockenrasen und Schmetterlinge

An den Hängen des Altmühltals finden sich oftmals Knabenkraut, Thymian, Küchenschelle, Berg-Gamander oder Silberdistel.  Diese  spezielle Vegetation zieht zahlreiche Schmetterlingsarten wie Apollofalter oder auch den seltenen Perlmutterfalter an. Dank der Bewirtschaftung der Kalkmagerrasen durch durchziehende Schafherden kann die Vegetation schonend bewahrt werden.

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Apollofalter (Bild: Daniel Wanke, Pixabay)

Schloss Arnsberg

Das Schloss aus dem Jahr 1578 thront auf einem steilen Felsen hoch über dem Ort Arnsberg. Die Anlage besteht aus der Ruine der Hauptburg mit dem Stumpf des romanischen Bergfrieds und der Vorburg mit Graben und Burgtor. 
Heute befindet sich in der ehemaligen, restaurierten Vorburg ein Hotel und ein Restaurant.

Burg Kipfenberg

Die Burg entstand vermutlich im späten 12. Jahrhundert und überstand die Kriege der folgenden Jahrhunderte unbeschadet. Die Kipfenberger Burg liegt  eindrucksvoll und beherrschend über der Stadt Kipfenberg. In der Vorburg ist das Römer und Bajuwaren Museum untergebracht. Die Burg selbst ist heute in Privatbesitz.

Kipfenberg, am Altmühltalradweg gelegen und Startpunkt zahlreicher Wanderwege, ist ein idyllischer Ort, der zum Verweilen einlädt. Vom Marktplatz mit seinen schön renovierten Häusern aus genießt man den Blick auf die Burg.

 

Sehenswertes

Römer und Bajuwarenmuseum, Kipfenberg
Wacholderheide in Gungolding
Arnthöhle bei Attenzell
Fastnachtsmuseum „Fasenickl“ (2021 geschlossen)
Geografischer Mittelpunkt Bayerns (zwischen Kipfenberg und Gelbelsee)

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Blick auf Schloss Arnsberg

ausblick altmuehl

Bei Böhming

kreuz am wegesrand

Bilder: Sigrun von Berg

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