Die Burgruine in Treuchtlingen – Die obere Veste

Die Burgruine in Treuchtlingen – Die obere Veste

Die Burgruine in Treuchtlingen auf dem Schloßberg ist immer wieder ein schönes Ausflugsziel.

Die auch “Obere Veste” genannte Ruine wird seit 1975 von der “Fördergemeinschaft Burg Treuchtlingen e.V.” saniert und ist auch teilweise restauriert worden.

Der Treuchtlinger Adel erschien bereits 1095 in einer Urkunde. Wahrscheinlich hatten diese den Burgplatz von den benachbarten Marschällen von Pappenheim als Lehen erhalten. Sie wurde um 1200 erbaut und 1340 erstmals urkundlich erwähnt.

Im Jahr 1360 erwarben Ulrich und Wirich von Treuchtlingen für 560 Pfund Heller dieses Lehen von den Pappenheimern.

Auf dem Schlossberg gab es eine Hauptburg mit einem Wohnturm und Wirtschaftsgebäuden im Bereich der westlichen Vorburg.  Die heute zum Teil rekonstruierte Ringmauer wurde im 14. Jahrhundert errichtet.

Mehrmals wurde die Burg, auf der die Treuchtlinger Adeligen Ihren Wohnsitz hatten erobert und niedergebrannt. Im 15. Jahrhundert begann die Burg, die ihre Bedeutung verloren hatte, zu zerfallen und  das Steinmaterial wurde für Neubauten abgetragen. Auch in der Zeit der napoleonischen Kriege wurden einige Mauerzüge zerstört und die Burg verfiel immer mehr bis zu ihrer teilweisen Rekonstruktion und Sanierung, wie oben erwähnt.

Details zum ursprünglichen Aufbau, der Rekonstruktion und der Nutzung können dem Buch “Burgen und Schlösser zwischen  Altmühlsee und Pappenheim” von Ernst Werner Schneider, 2022 entnommen werden. Das Buch ist u.a. auch Quelle des Artikels.

In den Sommermonaten ist der Burgturm jeden zweiten Sonntag im Monat von 14-17 Uhr zugänglich. Alle drei Jahre wird ein Burgfest im historischen Rahmen der Oberen Veste veranstaltet.

Fotos: Vera und Günther Trescher, Treuchtlingen

 

 

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Weg 7 – Der Panoramaweg um Eichstätt

Weg 7 – Der Panoramaweg um Eichstätt

Weg 7 –
Der Panoramaweg um Eichstätt

Wunderbare Wanderung um Eichstätt

Der Rundwanderweg 7 um Eichstätt herum hat vollkommen berechtigt  eine Prämierung als  „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ erhalten.
Auf knapp 12 Kilometer Länge erstreckt sich der Weg über abwechslungsreiche Abschnitte – schattige Buchenwälder, Eichstätt in seiner barocken Pracht, Magerrasen, Schafe (wenn man Glück hat), die Willibaldsburg, einen Dom, einen Kreuzweg, immer wieder traumhafte Ausblicke und und….
Es gibt also viel zu sehen!
Der Start erfolgte am Parkplatz unterhalb des Hotels Schönblick. Man kann allerdings auch am Bahnhof in Eichstätt loslaufen. Über Treppenstufen geht es steil bergan zum Hohen Kreuz und der ehemaligen Thingstätte. Durch Buchenwälder führt der Pfad, der immer wieder Ausblicke auf die Domstadt bietet, an einer historischen Haselnussplantage vorbei. Während des ersten Weltkrieges sollte hier die Bevölkerung mit den Haselnüssen den Bedarf an Nahrung stillen können. Ein kleines Schild mit QR-Code klärt darüber auf. Kurz darauf kommt man vorbei an einer Goldplatte, die am Felsen oberhalb des Weges angebracht ist. Die Künstlerin Li Portenlänger überdeckte damit eine Weiheinschrift mit Hakenkreuz aus der NS-Zeit. Weiter geht es dann einen Serpentinenpfad nach Eichstätt ins Buchtal mit seinen zahlreichen Jurahäusern. Eventuell ergibt sich ja auch ein Abstecher ins Jurahausmuseum (Öffnungszeiten beachten, vorallem im Winter)
Jetzt ist der Zeitpunkt für einen kurzen Zwischenstopp in der Barockstadt gekommen. Zahlreiche Cafés und Gaststätten zur Stärkung oder auch eine Besichtigung des Doms laden ein.
Danach führt Weg 7 über die Altmühl am neuen und alten Bahnhof vorbei und es geht wieder nach oben. Durch Buchenwälder schlängelt sich der Weg an der Cobenzlhöhle und einer Informationstafel vorbei (mehr zu den Illuminaten und Graf Cobenzl in unserem Artikel).
Nach ca. 30 Minuten ist eine Hochebene mit Magerrasen erreicht. Eine Allee und ein Kreuzweg führen zur Frauenbergkapelle und danach zur Willibaldsburg. Dort beeindrucken die hohen Burgmauern, der Weg läuft unterhalb der Burg vorbei zurück ins Tal. Zum Abschluss geht es dann durch ein Wohngebiet über die Altmühl an der Werkstatt des Eichstätter Steinmetz und Künstlers Rupert Fieger steil nach oben zum Parkplatz.

Ornbau – ein Besuch lohnt sich!

Ornbau – ein Besuch lohnt sich!

Ornbau ist ein kleines, schmuckes Städtchen in der Nähe von Muhr am See / Gunzenhausen. Berühmt für seine wunderschöne Altmühlbrücke liegt es beschaulich an verschiedenen Radwegen.

Wahrscheinlich gehörte Ornbau bereits im 9. Jahrhundert zum Kloster Herrieden. 1075 wird es jedoch erstmals urkundlich erwähnt als „Arenburen“. 1317 wird dem heutigen Ornbau von Kaiser Ludwig das Stadtrecht verliehen, welchem aber erst 1464 der Bau der Stadtmauer folgt.

Ornbau beherbergt seit langem ein Storchenpaar. Die Hauptnahrungsquelle der Störche – die Frösche – haben dem Städtchen auf einen Platz in der Literatur gesichert:

 

Günther Eich (1907-1972)

 

D-Zug München – Frankfurt

Die Donaubrücke von Ingolstadt,

das Altmühltal, Schiefer bei Solnhofen

in Treuchtlingen Anschlusszüge

 

Dazwischen

Wälder, worin der Herbst verbrannt wird,

Landstraße in den Schmerz,

Gewölk, das an Gespräche erinnert,

flüchtige Dörfer, von meinem Wunsch erbaut,

in der Nähe deiner Stimme zu altern.

 

Zwischen den Ziffern der Abfahrtszeiten

Breiten sich die Besitztümer unserer Liebe aus.

Ungetrennt

Bleiben darin die Orte der Welt,

nicht vermessen und auffindbar.

 

Der Zug aber

Treibt an Gunzenhausen und Ansbach

Und an Mondlandschaften der Erinnerung

  • Der sommerlich gewesene Gesang

Der Frösche von Ornbau –

Vorbei.

 

Die Insel Gern beherbergt einen schönen Biergarten! Direkt neben dem Biergarten liegt die Freizeitanlage Ornbau Gern, an der man baden kann und die einen Spielplatz beinhaltet. Außerdem kann man im hinteren Teil der Insel einen großen Biber Bau sehen.

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Das Schneckenhaus Gottes – St.-Gunthildis-Kapelle in Suffersheim

Das Schneckenhaus Gottes – St.-Gunthildis-Kapelle in Suffersheim

Die “neue”, ökumenische St.-Gunthildis-Kapelle ist in ihrem Inneren einem Ammoniten nachempfunden. Daher der Beiname „Das Schneckenhaus Gottes“. Das Dach wird durch 12 Dachbalken gestützt, die an die 12 Apostel erinnern sollen. Die Mitte der Kapelle, der Ambo, wird wiederum von 12 Säulen gestützt, die die 12 Stämme Israels verkörpern.

Der Neubau der St.-Gunthildis Kapelle westlich von Suffersheim am Waldrand, oberhalb des Flüsschens Schambach, ist eine ökumenische Kapelle, die zwischen 1993 und 1995 vom Förderverein und der Stadt Weißenburg nach den Plänen von Prof. Johannes Geisenhof erbaut wurde.

Sie steht in der Nähe der Grundmauern der alten Gunthildis Kapelle, die einer Legende nach zu Ehren der heiligen Magd Gunthildis von Suffersheim im 11. Jahrhundert errichtet worden war. Im Jahr 1398 wurde erstmals eine Wallfahrt dorthin schriftlich bezeugt. Gunthildis galt als Nothelferin und Helferin für krankes Vieh. Der Überlieferung nach hat sie die Milch der ihr anvertrauten Kühe an Bedürftige verteilt. Ihr Gebet ließ außerdem eine Quelle entstehen – das Gunthildisbrünnlein – die heilende Kraft für Kranke und milchbildungsanregende Wirkung auf Kühe haben sollte, wenn sie daraus tranken.

Nach der Reformation im 16. Jahrhundert verfiel die Kapelle und wurde während des 30-jährigen Krieges völlig zerstört. Erst 1957 wurden die Fundamente der mittelalterlichen Wallfahrtskirche wieder freigelegt.

Das Schneckenhaus Gottes liegt an mehreren Wanderwegen. Einer davon ist der Gunthildisweg. Start ist beim Wanderparkplatz Ludwighöhe. Nach dem Aussichtspunkt Jakobsruh geht es durch Mischwald. Durch das Örtchen Haardt führt der Weg Richtung Süden zur Einöde Flemmühle mit Jurascheune und dann in das Treuchtlinger Schambachtal. 7,4 km bis hierhin und weiter führt der Weg nach Suffersheim im Schambachtal. Dann geht es wieder zurück vorbei an Wiesen und Feldern und durch den Wald nach Norden. Am Römerbrunnen kann man nochmal Rast machen und ist dann bald wieder am Ausgangsort. (ca. 17km)

Die Gunthildiskapelle liegt auch am ökumenischen Pilgerweg von Heidenheim (Hahnenkamm) nach Eichstätt.

 

Fotos: Steffi Dinkelmeyer, Sigrun von Berg

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Foto: Sigrun von Berg

SOLNHOFEN WANDERT

SOLNHOFEN WANDERT

Solnhofen, Heimat des Archaeopteryx,  im Herzen des Naturpark Altmühltal und dem Solnhofener Plattenkalk veranstaltet für kleine und große Gäste aus nah und fern, am Sonntag, den 9. Oktober um 14.00 Uhr wieder die beliebte, geführte  Rundwanderung durch „150 Millionen Jahre Erdgeschichte“ mit Erläuterungen zum weltbekannten Naturstein Solnhofener Plattenkalk. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr vor dem Rathaus Solnhofen in der Bahnhofstraße, nur 100 m von der VGN-Bahnhofsstation Solnhofen entfernt.

Während der etwa acht Kilometer langen Rundwanderung wird auf viele Besonderheiten der Juralandschaft hingewiesen. In einem Steinbruch erfahren die Teilnehmer dann vieles über die Geschichte und den Abbau der weltberühmten Solnhofener Platten.

Ausklingen wird die Veranstaltung „Solnhofen wandert“ mit einer Brotzeit (bei gutem Wetter draußen im Biergarten) in der Gaststätte „Alte Schule“. Dort findet dann unter den anwesenden Wanderern eine Verlosung mit attraktiven Gewinnen rund um die Themen Solnhofener Natursteinplatten, Lithografie und Fossilien statt. Die Besucher, die den weitesten Anreiseweg haben, bekommen eine besondere Anerkennung.

 

 

 

Foto und Text: Ute Grimm                                                                

Touristinformation Solnhofen                            

1. Altmühlfranken-Wandertag

1. Altmühlfranken-Wandertag

Der 1. Altmühlfranken-Wandertag

Am 25. September 2022 fand der erste Altmühlfranken-Wandertag statt. Ab 10:00 Uhr konnte man sich für drei geführte Touren unterschiedlicher Länge entscheiden: 4 km, 8 km und 13 km. Allerdings konnte man die Strecke aufgrund der hervorragenden Beschilderung auch gut ohne Führung bewältigen.
Startpunkt für alle Touren war der Sportplatz von Burgsalach, wo man schon von den Klängen des Blasmusik-Sextetts “Jura-Blech” und Bratwurstduft begrüßt wurde.
Doch dann ging es los durch den Raitenbucher Forst am römischen Wachturm vorbei, an Hinweisschildern zum Kastell Biriciana, zum Burgus bis nach Oberhochstatt und wieder nach Burgsalach zurück (längste Route mit 13 Kilometern).
Zahlreiche Infotafeln und römische Krieger und Reiter aus Cortenstahl säumen den Weg und erinnern an die römische Vergangenheit, die die Wanderer auf allen Wegen begleitet.
Zur Stärkung gabe es am Burgus eine Versorgungssation von Mitarbeiterinnen des Landratsamtes. Köstliche Äpfel vom Schlossgut Polsingen, sehr schmackhafte Getreidetaler vom Brothof Srrauß und Getränke wurden den Wanderern angeboten.

Trotz des wechselhaften, immer wieder von Schauern und Sonnenschein durchsetzten Wetter, fanden sich ca. 200 Menschen aller Altersklassen ein, um gemeinsam zu wandern.

Ein gelungener Auftakt! Wir freuen uns schon auf den 2. Altmühlfränkischen Wandertag, der laut Aussage einer Mitarbeiterin des Landratsamts dann eventuell in den Westen des Landkreis geht.