Führung durch den Pfarrhof Schambach mit Benefizkonzert von Guitaromanie

Führung durch den Pfarrhof Schambach mit Benefizkonzert von Guitaromanie

Führung durch den Pfarrhof Schambach

Die Veranstaltung in Riedenburg beginnt mit einer Führung der Eigentümerin durch ihren Pfarrhof.

Der alte mit der Kirche durch einen Bogengang verbundene Pfarrhof von Schambach dürfte mit seinen drei langgestreckten Nebengebäuden das größte noch existierende geschlossene Steindachensemble darstellen. Der barocke, auf einem mittelalterlichen Vorgängerbau errichtete Neubau des frühen 18. Jhdts. trägt v.a. mit seinem Arkaden-Innenhof eindeutig italienische Züge, was mit der Handschrift Gabriel de Gabrielis in Verbindung gebracht wird. Da die Kirche Mariä Heimsuchung die Urpfarrei der Gegend ist, ist eine religiöse, ja klösterliche Nutzung nicht auszuschließen, wobei eine gründlichere Aufarbeitung der Geschichte noch aussteht. Seit der Zeit der Übernahme durch den Komponisten Heinz Winbeck steht die Natur-, Literatur – und Musikpflege eines kreativen „Musenhofes“ im Mittelpunkt.

Samstag, 28. Mai 2022 um 19:00 Uhr

Benefizkonzert: Guitaromanie – klassische Gitarre im „Musenhof“ des Pfarrhofs Schambach

 

Ort: Pfarrhof Schambach, Schambach 1, 93339 Riedenburg

Klassische Gitarre – Miriam Lutz und Frank Bräunlein

Die beiden Gitarristen Miriam Lutz und Frank Bräunlein musizieren seit 2001 als Gitarrenduo. Dabei gilt ihre besondere Leidenschaft dem frühromantischen Repertoire der modernen klassischen Gitarre und ihrer Klangwelt. Beide waren mehrfache Bundespreisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert, sowohl in der Solowertung, als auch in unterschiedlichen Ensemblebesetzungen. Ihre Ausbildung erhielten sie seit früher Kindheit bei Armin Schmidtmeyer in Weißenburg. Miriam Lutz studierte anschließend an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig Konzertgitarre in den Fächern Orchestermusik und Musikpädagogik. Meisterkurse bei Milan Zelenka, Sonja Prunnbauer, Carlo Marchione, Alvaro Pierri u.a. rundeten ihre Ausbildung ab. Frank Bräunlein führte seine gitarristischen Studien privat weiter und bildete sich in verschiedenen musikalischen Bereichen und Musiktheorie fort. An diesem Abend nimmt das Duo Guitaromanie das Publikum mit auf eine musikalische Reise in spanische und südamerikanische Gefilde. Zu hören sind unter anderem verschiedene Milongas und Habaneras, „Libertango“ von Astor Piazzolla, sowie die „Valses poéticos“ von Enrique Granados.

In Zusammenarbeit mit dem Frankenbund Weißenburg

 

Info

28.05.2022 um 17.30 Uhr
Ort: Pfarrhof Schambach, Schambach 1, 93339 Riedenburg
Führung: Gerhilde Winbeck

Im Anschluss findet um 19:00 Uhr im „Musenhof“ des Pfarrhofs ein Benefizkonzert zugunsten der Sanierung zweier Jurahäuser in Mörnsheim durch den Jurahausverein statt.

Schambach Riedenburg compkl skal web neu

Bildquelle: http://jurahaeuser.de/category/jurahaus_s/schambach_riedenburg/

Besichtigung – Jurahaus, Klostergarten Eichstätt

Besichtigung – Jurahaus, Klostergarten Eichstätt

Besichtigung – Jurahaus, Klostergarten Eichstätt

Samstag, 21. Mai 2022 von 14:00-16:00 Uhr

Ort: Klosterhof 6, Marienstein, Eichstätt

Familie Weinhofer

 

Das zu besichtigende Gebäude, erbaut um 1635, im Klosterhof des ehemaligen Augustinerinnen-Klosters in Marienstein ist Teil des wirtschaftlich genutzten Klosterareals. Es befindet sich im ehemaligen Ökonomiehof des Klosters. Vermutet wird eine frühere Nutzung als Wirtschaft und Beherbergungsstätte für Klostergäste.

 

Seit 2019 saniert die Familie Weinhofer das denkmalgeschützte Gebäude mit sehr viel Eigenleistung. Von außen sichtbar ist die Befundung der interessanten historischen Farbfassungen. Herr Weinhofer legt Wert auf eine authentische Sanierung und Sicherung der historischen Bausubstanz. Sein Wunsch ist auch die Aufwertung des Klosterhofes unter Einbeziehung der Klosterhofbewohner.

 

Für die Besucher ist der Baufortschritt über die Jahre interessant.

Marienstein Foto Weinhofer
Lammauftrieb in Mörnsheim

Lammauftrieb in Mörnsheim

Lammauftrieb in Mörnsheim

Bereits zum 18. Mal fand vom 13. bis 15.05. 2022 in Mörnsheim der  „Altmühltaler Lamm“-Auftrieb statt. 

Von den Hängen vor dem Markt Mörnsheim zog  Schäfer Sascha Gäbler mit seiner großen Herde aus Schafen, kleinen Lämmern und Ziegen durch das Markt­tor auf den Kastnerplatz und dann durch die Gassen der Gemeinde. Dieses Spektakel ließen sich zahlreiche Besucher nicht entgehen.
Die Herde aus ca. 1.000 Lämmern, Schafen und Ziegen läuft unter steten „mäh, mäh“ direkt an einem vorbei. Ab und an tritt auch mal ein Fuß einen Besucher. Und der sehr spezielle Geruch, der die Herde umgibt, ist deutlich wahrnehmbar. Gelegentlich überkommt einem das Gefühl, dieses süße kleine Lämmchen, das gerade mit den anderen an einem vorbei rennt, festzuhalten und zu knuddeln. 

Nach ihrer Tour durch die Gassen wird die Herde zu ihrer Sommerweide geführt.

Buntes Rahmenprogramm und Handwerkermarkt

Begleitet von einem Rahmenprogramm mit Musikkabarett, einem Schäfer- und Handwerkermarkt am Kastnerplatz, zahlreiche Spezialitäten vom „Altmühltaler Lamm“ z.B. „Altmühltaler Lamm“-Braten, Lamm-Currywurst, Schafskäse, Lamm-Gyros, „Altmühltaler Lamm“-Bratwürste, Lammsalami und weitere reichhaltige Angebote auf den Speisekarten der örtlichen Gastronomie und der Händler am Markt.

Die „Altmühltaler Lamm“-Königin Katja Geiger stellte sich lächelnd den Fotografen.

moernsheim lammkoenigin

Es gibt zahlreiche Videos bei YouTube vom Lammauftrieb. Das unten verlinkte Video zeigt nicht nur den Lammauftrieb, sondern stellt auch die Wichtigkeit der Schäfer für die Landschaft des Altmühltals dar.

Auf ins Familienabenteuer in Bayerns Mitte

Auf ins Familienabenteuer in Bayerns Mitte

Ferienzeit ist Familienzeit! Wenn Kinder und Eltern gemeinsam neue Abenteuer erleben, entstehen besondere Erinnerungen – wie im Naturpark Altmühltal: Hier warten Zeitreisen zu Dinos, Römern und Rittern, Entdeckertouren zu Fuß, per Rad oder mit dem Kanu und gemütliche Feriendomizile auf dem Bauernhof, auf Campingplätzen oder in historischen Mauern.

Mit weit aufgerissenem Maul lauert der riesige T.rex auf seine Beute. Nichts wie weg in den Wald! Doch schon lugt der nächste Urzeitriese durch die Stämme. Welche Art das wohl ist? Im Dinosaurier Museum Altmühltal in Denkendorf lassen über 70 lebensgroße Exponate die Urzeit lebendig werden. Dazu liefern kindgerechte Tafeln viele Infos über die Dinos und ihre Zeit. Und in der Museumshalle ist sogar ein echtes T.rex-Skelett ausgestellt. Doch das Freiluftmuseum ist längst nicht der einzige Anziehungspunkt für Dino-Fans im Naturpark Altmühltal. Überall ist man hier von Urzeit umgeben. Die markanten Felsen, die immer wieder an den Talhängen aufragen, entstanden zum Beispiel vor Millionen von Jahren als Riffe im Jurameer. Seine Geheimnisse gibt der Stein in den Fossiliensteinbrüchen preis: Ammoniten, Haarsterne, kleine Fische – die ganze Vielfalt der urzeitlichen Tier- und Pflanzenwelt verbirgt sich zwischen den einzelnen Schichten und enthüllt sich neugierigen Forschern, die mit Hammer und Meißel auf Schatzsuche gehen. Die Platten sind kinderleicht zu spalten und kleine Funde darf man als Souvenir mit nach Hause nehmen. Was hier schon alles entdeckt worden ist – vom „Urvogel“ Archaeopteryx bis zum riesigen Fischsaurier –, zeigen die Fossilienmuseen.

 

Auf dem Abenteuerspielplatz der Natur

Die vielfältige Landschaft mit ihren Felsen, Flussläufen, lichten Wäldern und sonnigen Wacholderheiden macht den Naturpark Altmühltal zu einem riesigen Abenteuerspielplatz für Kinder jeden Alters. Familien radeln zum Beispiel auf dem beliebten Altmühltal-Radweg ohne große Steigungen und fern des Straßenverkehrs am Flussufer entlang – inklusive Zwischenstopp an einem Badesee, an der Sommerrodelbahn oder an der Tropfsteinhöhle. Mit dem Kanu lässt sich die Altmühl erobern: Bayerns langsamster Fluss ist ideal für Anfänger geeignet. Außerdem bieten viele Bootsverleiher praktischen Rundum-Service inklusive Einführung ins Paddeln sowie Rücktransport von Booten und Kanuten. Bis in die Baumwipfel führt die Entdeckertour: In den Hochseilgärten in Beilngries und Pappenheim warten Mutproben auf Anfänger und erfahrene Wipfelstürmer. Außerdem locken die zerklüfteten Kletterfelsen mit passenden Herausforderungen für kleine Kraxler. Für Abwechslung sorgen zusätzlich die zahlreichen Naturerlebnisveranstaltungen des Umweltzentrums Naturpark Altmühltal. In der Ferienzeit steht hier besonders viel für kleine Naturforscher auf dem Programm.

 

Römer, Ritter und geflügelte Burgherren

Auch beim Wandern wird es spannend: Kindgerechte Strecken verbinden Naturerlebnisse mit kurzweiligen Spielstationen und kindgerecht verpackten Infos über die Tiere und Pflanzen der Gegend. Spannende Ziele machen die Tour zur Zeitreise: Höhlen, in denen der Neandertaler hauste, Römerkastelle, Burgen und geheimnisvolle Ruinen wecken die Fantasie. Besonders eindrucksvoll ist etwa Burg Prunn, die als Paradebeispiel einer Ritterburg auf einem steilen Felsen über dem Altmühltal thront. Ganz in der Nähe sorgen auf der Rosenburg in Riedenburg geflügelte Burgbewohner für Staunen: Bei den Flugvorführungen des Falkenhofs zeigen Adler, Geier & Co. täglich außer montags ihre Künste.

 

Urlaubsbauern und Freizeitschäfer

Abgerundet wird der Familienurlaub durch ein Quartier, in dem sich alle wohlfühlen. Im Naturpark Altmühltal haben sich viele Gastgeber auf die Bedürfnisse von Urlaubern mit Kindern eingestellt. Sie bieten gemütliche Ferienwohnungen und Familienzimmer. Besonders beliebt bei kleinen Gästen sind die Urlaubsbauernhöfe, wo sie bei der Stallarbeit mit anpacken, Tiere füttern und streicheln und sich in den weitläufigen Gärten richtig austoben dürfen. Wer es etwas abenteuerlicher möchte, findet auf den Campingplätzen besondere Übernachtungsmöglichkeiten wie Schäferwagen, Schlaffässer oder Bike Lodges, die wie Zelte auf Stelzen aussehen. Ein Tipp für Kanuwanderer sind die Bootsrastplätze: Hier dürfen sie ihre Zelte direkt am Altmühlufer aufschlagen und lassen den Tag am prasselnden Lagefeuer ausklingen.

 

Die Anreise in den Naturpark Altmühltal gestaltet sich ebenfalls entspannt: Dank ihrer zentralen Lage zwischen Nürnberg und München ist die Region bestens zu erreichen. Auch eine klimafreundliche Anfahrt per Bahn ist bequem möglich.

Infos und Kontakt: Informationszentrum Naturpark Altmühltal, Notre Dame 1, 85072 Eichstätt, Telefon 08421/9876-0, www.naturpark-altmuehltal.de/familienurlaub

Bild: Copyright Naturpark Altmühltal, Fotograf: Dietmar Denger

Ammoniten – Sonderausstellung in Solnhofen

Ammoniten – Sonderausstellung in Solnhofen

Ammoniten – Jahresausstellung in Solnhofen

Der Ammonit ist das Wappenfossil des Naturparks Altmühltal und ziert seit Bestehen des Naturparks das Logo, wenn auch über die Jahre hinweg in verändertem Layout.  Im Bürgermeister-Müller-Museum in Solnhofen ist seit kurzem eine Ausstellung mit zahlreichen fossilen Objekten zu bewundern. Im ersten Stock des kleinen, aber feinen Museums finden sich zahlreiche Schaukästen mit Ammoniten aller Größen und Farben. Dank der Sammelleidenschaft von Klaus-Peter Vollmer kann man Ammoniten mit Pyritknollen verwachsen oder mit Perlmuttüberzug oder glitzerndem Kalk bestaunen. 

Die Ammoniten (Ammonoidea) sind eine ausgestorbene Teilgruppe der Kopffüßer, sie war mit über 1500 bekannten Gattungen sehr formenreich.  (Quelle: Wikipedia)

Die Fibonacci-Zahlen und der Ammonit

Wie viele Beispiele in der Natur, z.B. die Anordnung von Blüten der Sonnenblume, findet sich auch in der Spiralstruktur des Ammonits die Fibonacci-Folge: Eine unendliche Zahlenreihe, die mit 0 und 1 beginnt. Jede weitere Zahl entspricht dabei der Summe der beiden vorangegangenen Zahlen. Der Anfang der Zahlenreihe ist 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89 usw.

Benannt ist die Folge nach Leonardo Fibonacci oder auch Leonardo da Pisa, der als bedeutendster Mathematiker des Mittelalters gilt. 

Bürgermeister-Müller-Museum Solnhofen

Bahnhofstr. 8 91807 Solnhofen Telefon: 09145 8320-30 Öffnungszeiten: ab 1. April 2022 – 6. November 2022 täglich durchgehend von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhrwww.museum-solnhofen.de E-Mail:
Drei Jurahäuser in Not

Drei Jurahäuser in Not

Jurahäuser in Not

Jurahausverein bemüht sich um drei gefährdete Jurahäuser

Erst vor kurzem schaltete der Jurahausverein e.V. seine neue Plattform „Jurahäuser in Not“ (www.jurausverein.de/jurahaeuser-in-not frei, und rückt nun drei dringliche Fälle aus dem Landkreis Eichstätt in den Fokus:
Hofstetten, Schlossstraße 24, das Hebammenhäusl in Böhmfeld und das Anwesen Martinstraße 4 in Titting.

Schlossstrasse 24 jurahaus

Hofstetten – Schlossstraße 24

Im Rahmen der geplanten Dorferneuerung wurde für Hofstetten ein denkmalpflegerischer Erhebungsbogen erstellt. Über das Jurahaus Schlossstraße 24 heißt es, es sei Ortsbild prägend und erhaltenswert. Christian Meixner, der mit seiner Familie das Bengel-Anwesen in Hofstetten beispielhaft saniert hat, sieht das ganz ähnlich: „Der denkmalpflegerische Erhebungsbogen ist sogar auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht! Das Gebäude ist ein Baudenkmal, auch wenn es nicht in die Denkmalliste eingetragen ist. Es ist nicht baufällig. Vielleicht fehlt es nur an guten Ideen“, meint er. „Es ist neben dem Bauernhofmuseum und dem Pfarrhof das einzige Jurahaus in der Schlossstraße, das noch die bauzeitlichen Fensteröffnungen hat. Im Inneren sind wohl wenigstens im Erdgeschoß Bohlen-Balken-Decken vorhanden. Daraus kann ein wahres Juwel werden!“ Der Gemeinderat aber stimmte einstimmig dem Abbruch zu.

Hebammenhaeusl Ruthrof Gaimersheimer Oestl. Roemerstr.

Hebammenhäusl in Böhmfeld

Das Hebammenhäusl in Böhmfeld liegt einer ganzen Reihe von Bürgern am Herzen. Es ist das einzige Fachwerkgebäude im Ort und ein schmuckes Jurahaus. Es soll einem Neubau weichen. Bereits im vergangenen Jahr stimmte der Gemeinderat mehrheitlich dem Ansinnen der Eigentümerin zu.

Diese beiden Jurahäuser sind nicht in die bayerische Denkmalliste eingetragen und genießen deshalb keinen Denkmalschutz. Die Voraussetzung dafür, dass Abbrüche durch Privatpersonen von solch wertvollen Gebäuden verhindert werden können, sind verbindliche Gestaltungssatzungen der Gemeinden. Dort muss der Erhalt historischer Bauten festgeschrieben sein. „Bei entsprechendem Konzept kann es auch hohe Fördermittel für den Erhalt geben, wie z.B. durch das Programm „Innen statt Außen“ im Rahmen der Städtebaufördermittel“, berichtet Eva Martiny, die 1. Vorsitzende des Jurahausvereins.

Titting Martingasse 4

Plattform für Jurahäuser in Not

Meldungen sind möglich unter der Online-Plattform www.jurahaus-verein.de/jurahaeuser-in-not
per Mail an buero@jurahausverein.de
oder postalisch an Jurahausverein e.V., Rot-Kreuz-Gasse 17, 85049 Eichstätt

Museum: Das Jurahaus

Das Museum DAS JURAHAUS in Eichstätt, wo sich viele Anregungen für Instandsetzungen finden, hat ab 1. April wieder länger geöffnet: mittwochs 9 bis 12 Uhr, Donnerstag, Freitag und Samstag 14 bis 17 Uhr und sonntags 14 bis 16 Uhr. Über die Veranstaltungsreihe „Tage der offenen Jurahäuser“ mit ihren positiven Sanierungsbeispielen kann man sich bereits auf der Internetseite des Vereins informieren.

Titting, Martinsstr. 4

Anders verhält es sich mit dem Haus in der Martinsstraße 4 in Titting. Es steht unter Denkmalschutz, aber es verfällt. „Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, so der Jurahausverein.

Der Erhalt der traditionellen Baukultur und der Handwerkstechniken der Jurahäuser wurde 2018 in die bayerische und 2021 in die deutsche Liste der UNESCO für das Immaterielle Kulturerbe eingetragen. „Das bedeutet auch eine Verantwortung für die Kommunen! Die Jurahäuser sind für die Altmühlregion Alleinstellungsmerkmal und identifikationsstiftend für eine kommunale Gemeinschaft. Sie prägen das Ortsbild mit ihrer unverwechselbaren Architektur im Unterschied zu modernistischen Allerweltsbauten, die überall stehen könnten“, so Martiny.

Besonderes Augenmerk legt der Verein auch auf das Thema Nachhaltigkeit. „Der Abbruch und Neubau eines Gebäudes ist eine unverantwortliche Ressourcen- und Energieverschwendung. Man hat ja bereits einen Rohbau. Den reißt man ab, um ihn durch einen anderen zu ersetzen. Die Zementindustrie ist eine der größten CO2-Emittenten, Stichwort „Graue Energie“. Die Instandsetzung eines Gebäudes ´verbraucht nur einen Bruchteil der Energie, die für einen Neubau aufgewendet werden muss“, argumentiert die Vereinsvorsitzende. Und kritisiert die Gemeindevertreter: „Man kann nicht über den Klimawandel jammern und dann vor der Haustür handeln, als gebe es kein Morgen!“
Man müsse sich nur die abertausenden Arbeitsstunden vergegenwärtigen, die ein solches Gebäude an Handwerksleistung enthält: Mit der Hand gebrochene Bruchsteine, handbehauene Balken, gesunde und ökologische Baumaterialien, alles sorgfältigst verarbeitet. „Warum wird dieser Wert nicht gesehen?“ fragt sich Martiny.

Der Verein bietet allen seine Unterstützung für den Erhalt der Jurahäuser an: „Im Rahmen unserer ehrenamtlichen Möglichkeiten können wir beraten, informieren und helfen, Nutzungsideen zu entwickeln, oder gegebenenfalls Käufer für eine Instandsetzung zu finden.“

 

Text und Bilder: Jurahaus Verein e.V.

13. April 2022