Das Bergwaldtheater: Wurzelplätze und Kulturhighlights

Das Bergwaldtheater: Wurzelplätze und Kulturhighlights

Das Bergwaldtheater: Wurzelplätze und Kulturhighlights

RGO 2991 scaled

Das Bergwaldtheater Weißenburg ist ein echter Geheimtipp für Auswärtige. Hier kann man auch diese Saison noch einige Kulturhighlights erleben.

Das Bergwaldtheater ist eine Freilicht-Naturbühne, die in einem ehemaligen Steinbruch beheimatet ist. Sie bietet 1232 Plätze in drei Blocks und im hinteren Bereich Wurzelplätze. Im letzten Jahr wurde zum 90. Jubiläum das Stück „Lebkuchenmann“ von Franzobel aufgeführt, in dem zahlreiche Weißenburger in einem furiosen Theater mitwirkten.

Auch in diesem Jahr gibt es noch Highlights:

  1. August: Gerhard Polt
  2. August Der große Traum (Fussballabend)
  3. August Lesung mit Hubert von Goisern
  4. August 5. Jahreszeit – Local Stars
  5. August: Das große Fest der Blasmusik
  6. August Heimspiel (Festival)

Im Herbst gibt es dann ein besonderes Spektakel! Ein neues Veranstaltungsformat, das Licht, Natur und Kunst miteinander verbindet (Siehe R. Renner, WT, 23.7.2021). Im Konzept von Eventmanager Jochen Graf von der Agentur WBLT aus Oberhausen wird es z.B. sprechende Bäume geben. Ein Mediendesigner erstellt hierzu Animationen die wie Baumgesichter aussehen und sprechen. Die Mimik des professionellen Sprechers wird beim Ablesen des Textes aufgezeichnet und auf das 3D Modell des sprechenden Baumes übertragen. Ein Lautsprecher gibt den Ton wieder.

Nach Graf gibt es eine „fulminante Eröffnungsshow“, die einen interaktiven Erlebnispfad auf dem Gelände der Naturbühne eröffnet. Besucher können sich auch beim Catering stärken.

In 2022 wird das neue Stadtschreiber-Stück „Der große Glückskeks“ von Clemens Berger aufgeführt.

Foto: Ralph Goppelt, Logo: Stadt Weißenburg

 

OpenStreetMap

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.
Mehr erfahren

Karte laden


Größere Karte anzeigen
logo
Besuch beim kleinen Wassermann – 9 Stationen Spiel und Spaß

Besuch beim kleinen Wassermann – 9 Stationen Spiel und Spaß

Zu Besuch beim kleinen Wassermann

– 9 Stationen Spaß und Spiel am Mühlenweiher an der Mandlesmühle

wassermann rundweg 1

Es zwitschert, es summt, es quakt und duftet nach Wald und Weiher. Kein Zweifel, man ist im Reich des kleinen Wassermanns. 

Kinderlachen am Wassermannspielplatz, andächtig lauschende Knirpse mit Papas Smartphone in der Hand hören sich die kleinen Geschichten vom kleinen Wassermann an. An einer anderen Station laufen Kinder mit ihren Eltern lachend um die Wette. Der Rundweg macht Spaß – groß und klein!

Spiel und Spaß auf 9 Stationen

Der Rundweg mit neun Mitmach- und Erklärstationen startet am Infozentrum Seenland am Mühlenweiher. Vom 20.05.2021 – 10.06.2021 ist der Rundweg mit 9 Stationen für kleine und große Wassermänner zugänglich.

station 1

Station 1 

Bezaubernd umgesetzte Idee

Der Weg wurde von der Grundschule Pleinfeld unter der Leitung von Frau Dormer  in Zusammenarbeit mit der Bücherei Pleinfeld umgesetzt. Mit einfachen Mitteln, Bambusstöcke und laminierte Bilder mit QR-Codes und Auszüge aus der Geschichte, wurde der Weg gestaltet.  Die QR-Codes führen zu von den Schülern gesprochenen Textpassagen aus der Geschichte von Otfried Preußler, dem Kinderbuchklassiker „Der kleine Wassermann“ 

Es gibt einen Wassermannspielplatz am Bach, an dem die Kinder nach Herzenslust planschen können oder auch eine Wassermannküche mit  Töpfen oder auch ein Rätsel zu den heimischen Fischen.

Am Ende des Weges, unter der Linde an der runden Bank vor dem Infozentrum,  gibt es noch Post vom kleinen Wassermann (leider war die Box schon leer). Doch unter Brücke darf man noch einen Blick auf den kleinen Wassermann und zum Wasserrad werfen.

 

Sehenswertes in der Nähe

Infozentrum Seenland
Für Kinder: Spielplatz an der Arche bei Allmannsdorf

start wassermann weg

Erklärung zum Rundweg

Infos

Erlebnispfad für Kinder: Der kleine Wassermann
Ort: Mühlenweiher an der Mandlesmühle (Infozentrum Seenland)
Dauer: ca. 1 Stunde
Besuchsmöglichkeit: 20. Mai bis 10. Juni 2021

Lapeplan zum Download

OpenStreetMap

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.
Mehr erfahren

Karte laden


Größere Karte anzeigen

Bilder: Sigrun von Berg

Steinerne Rinne: Wachsende Steine in Rohrbach

Steinerne Rinne: Wachsende Steine in Rohrbach

Wachsende Steine in Rohrbach – Steinerne Rinne

PHOTO 2021 04 18 18 57 37

Sehenswertes

In der Umgebung kann man auch zum Märzenbecherwald in Ettenstadt wandern oder fahren.

Der Märzenbecherwald ist im März ein Naturschauspiel, wenn hunderte Märzenbecher blühen

maerzenbecherwald

Bei uns in der Gegend gibt es mehrere „Steinernen Rinnen“, weil die Gegend für Kalktuffrinnen prädestiniert ist. Eine steinerne Rinne ist ein Wasserlauf, der aus einer Quelle mit besonders hohem Kalkgehalt entsteht. Hiervon gibt es in Altmühlfranken, aber auch im Altmühltal einige!

Mit der Zeit „häuft“ das kalkhaltige Wasser dann Kalkrinnen auf, in deren Bett das Wasser verläuft. Eine besonders sehenswerte steinerne Rinne befindet sich bei Rohrbach etwa 4 km nordöstlich von Weißenburg.

Steinere Rinne in schönem Laubwald

Solche Naturspektakel gibt es in Deutschland nur 21 Mal – sieben Mal bei uns. Die steinerne Rinne in Rohrbach ist etwa 60 Meter lang und bis zu 1,5 Meter hoch und ist damit eine der größeren steinernen Rinnen. Die Rinne liegt in einem sehr schönen Laubwald, der zum Wandern einlädt. Der nahe gelegene Kinderspielplatz und das Kneipbecken machen das Angebot auch für Kinder interessant.

Eine zweite steinerne Rinne gibt es in Wolfsbronn auf dem Hahnenkamm. Sie war ursprünglich etwa 130 Meter lang und 1,6 Meter hoch. Allerdings ist sie ein Beispiel für eher frevelhaften Umgang mit Naturdenkmälern. Die Rinne wurde teilweise aufgemauert und durch einen Forstweg unterbrochen. Im unteren Teil wurde der Verlauf vermutlich umgeleitet.

Weitere Steinerne Rinnen finden sich in Heidenheim (Käsrinne), Oberweiler (Meinheim), Hechlingen (Heidenheim), Buckmühle (Gnotzheim) und Kurzenaltheim (Meinheim).

OpenStreetMap

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.
Mehr erfahren

Karte laden


Größere Karte anzeigen
Autorin: Karin Auernhammer
21. Mai 2021
Nussspezialitäten im Nussdorf Sammenheim – Regional-Manufaktur Gelbe Bürg

Nussspezialitäten im Nussdorf Sammenheim – Regional-Manufaktur Gelbe Bürg

Nussspezialitäten in Sammenheim – Regional-Manufaktur Gelbe Bürg

Kerne farbig

Sammenheim, am gelben Berg in Westmittelfranken gelegen, ist eine Gemeinde mit 330 Einwohnern. Viel interessanter sind aber die 180 Walnussbäume!!! Deswegen hat sich Sammenheim 2004 selbst zum Nussdorf gekürt und vermarktet die Walnuss-Produkte sehr erfolgreich. Die Auszeichnung „Gütesiegel Heimatdorf“ hat den Umbau einer ehemaligen Bullenhaltung zum Nusshaus ermöglicht. Hier wird zunächst ein Nussknackmaschine aufgestellt, die die Arbeit für die Nussmanufaktur „Gelbe Bürg“ wesentlich erleichtern wird.

Walnussöl und mehr bei der Nussmanufaktur „Gelbe Bürg“

 

Die Regional-Manufaktur Gelbe Bürg hat aber noch mehr zu bieten! Es gibt nicht nur Walnüsse selbst, sondern Walnussöl (Sehr lecker!), Walnusslikör, Marmeladen oder Honig mit Walnuss oder auch Rezepte mit Walnuss.

Beziehen kann man die leckeren Spezialitäten über den Online-Shop der Manufaktur Gelbe Bürg oder in über 50 Verkaufsstellen in Altmühlfranken (Siehe Webseite).

Für ihre Produkte hat die Regional-Manufaktur Gelbe Bürg auch leckere Rezepte. Hier ein Beispiel 

Walnussnudeln mit grünen Spargel (Vegan)

2 Personen
Zutaten:
250 g Walnussnudeln
500 g Grüner Spargel
  20 g Margarine (vegan)
  10 g Dinkelmehl
100 ml Hafermilch
100 ml Hafersahne
Salz
Pfeffer
MSP – Chilli
MSP – Ingwer
Frischer Schnittlauch
Zubereitung:
Grünen Spargel im unteren Bereich schälen, holzigen Anschnitt abschneiden und in zwei Zentimeter Stücke quer schneiden. In kochenden Wasser 10 bis 15 Min. bissfest kochen.
Walnussnudeln (Spiral oder Band) nach Packungsanweisung bissfest kochen.
Vegane „Sahne-Soße“; mit Margarine im Topf auf mittlerer Hitze schmelzen und mit Dinkelmehl binden, Hafermich und Hafersahne zufügen und langsam einkochen anschließend mit Gewürzen abschmecken.
Nudel in den Teller geben, abgetropften Spargel dazugeben und Soße darüber geben. Mit Schnittlauch garnieren.
Walnuss Lager
OpenStreetMap

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.
Mehr erfahren

Karte laden


Größere Karte anzeigen
Rezept Walnussnudeln GS

Die Illuminaten in Eichstätt

Die Illuminaten in Eichstätt

Die Illuminaten in Eichstätt

IMG 1110 scaled

Eichstätt ist ein barockes Zentrum im Naturpark Altmühltal. Aber es hat auch ein verstecktes Puzzleteil in seiner Geschichte. Einer der Illuminaten Ludwig Graf Cobenzl hat hier gewirkt! Die Illuminaten sind durch das Buch und den Film von Dan Brown wieder in das Bewusstsein vieler gerückt. Doch kaum einer weiß, dass sie ihren Ursprung in Ingolstadt (Adam Weishaupt) hatten und später in Eichstätt einen „Garten der Begegnung“ unterhielten.

Am 22. April 1773 wurde Cobenzl Domkapitular von Eichstätt. Er war Mitglied im Illuminatenorden, einem aufklärerischen Geheimbund, um den sich viele Verschwörungstheorien ranken. Noch heute erinnert im Mortuarium des Eichstätter Doms ein Stein mit seinem Wappen an seinen Tod 1792 in Eichstätt, der zum verlorenen Cobenzl Epitaph gehörte.

In Eichstätt besaß der Domkapitular Cobenzl neben seiner Stadtwohnung auch ein barockes Schlösschen (Foto), dass heute etwas vergessen neben der B13 steht. Im 18. Jahrhundert ließ Cobenzl dort eine Parkanlage errichten. Es sollte ein „Garten der Begegnung“ werden, bei dem sich, wie es den Illuminaten vorschwebte, Adel und Bürger beim Spazierengehen ungezwungen treffen und Standesunterschiede abbauen könnten.

In einer ebenfalls angelegten Höhle des Gartens fanden zudem geheime Illuminatentreffen statt. Der nächtliche Feuerschein brachte der Höhle den Beinamen „Zauberloch“ ein. Steinerne Pfeiler und Sitzbänke überdauerten die Zeit jedoch nicht.

Nach Krise und Verbot des Ordens in den Jahren 1784/85 (1793 Ende aller Tätigkeiten des Ordens) verlor der Orden offiziell an Einfluss. Dennoch hatte die Bewegung einigen Erfolg. Es ließen sich in Forschungen 1.394 Ordensmitglieder nachweisen, wovon etwa ein Drittel zugleich Freimaurer waren.

Seit 1988 ist das Referat zur Erhaltung von Kunst und Kulturgut der Stadt Eichstätt und des Landratsamtes im Cobenzl Schlösschen untergebracht. Das Schlösschen kann leider nicht besichtigt werden.

Autorin: Jutta Auernhammer
4. Mai 2021
Der Krimi um den ersten Motorflug der Welt

Der Krimi um den ersten Motorflug der Welt

Der Krimi um den ersten Motorflug der Welt

Abb 22 Gustav Weisskopf vor seiner Condor Nr. 21 im Fruehjahr 1901. Pressedienst der Flughistorischen Forschungsgemeinschaft Gustav Weiskopf 91578 Leutershausen

Die Gebrüder Wright galten weithin als die Pioniere des Motorfluges. Doch der in Leutershausen bei Ansbach geborene Gustav Weisskopf hat zwei Jahre vorher den ersten Motorflug unternommen. Wie kommt es, dass ihm die Ehre des Pioniers verwehrt wurde?
Flugpionier Gustav Albin Weisskopf wurde am 1. Januar 1874 in Leutershausen geboren. In seiner Jugend, so die Legende, verbrachte er viel Zeit an der Altmühl und beobachtete die Enten. Start und Landung faszinierten ihn ebenso, wie der Gedanke des Fliegens.

Weisskopf begann nach der Schule eine Lehre als Buchbinder, die er jedoch abbrach. Die nachfolgende Schlosserlehre beendete er wahrscheinlich. Über seinen Lebenslauf in jungen Jahren ist nicht sehr viel mehr bekannt, Er wanderte schließlich aus, wohl zuerst nach Brasilien, bis er über Umwege vermutlich 1895 in die USA kam.

In Brasilien beschäftigte er sich vermutlich mit Segelflugzeugen und kehrte noch einmal nach Deutschland zurück um mit Otto Lilienthal zu arbeiten. Nach seiner Rückkehr in den USA fand er bei der Boston Aeronautical Society eine Anstellung und baute zwei Fluggeräte, die jedoch beide fluguntauglich waren. Nach seiner Entlassung ging er nach New York, wo er für einen Sport und Spielzeughersteller arbeitete.

1899 zog er schließlich mit seiner Familie nach Pittsburgh, wo er erste Flugversuche mit einem selbstgebauten Motorflieger unternahm. 1900 ließ sich Weisskopf in Bridgeport nieder, wo er als Nachtwächter Arbeit fand. Dies ließ ihm genug Zeit, tagsüber seinem Hobby der Fliegerei nachzugehen. Am 14. August 1901 gelang ihm schließlich der erste bemannte Motorflug (Condor, Nummer 21).

Im Herbst 1901 erhält er von dem New Yorker Unternehmer Herman Linde
10.000 $ Kapital und baut eine Flugzeugfabrik. 1902 gab Weisskopf bekannt, dass ihm zwei bemannte Flüge von 2 und 7 Meilen gelungen seinen, die er jeweils mit einer sanften Wasserlandung beendet habe. Er schafft es jedoch nicht reproduzierbar flugfähige Maschinen zu bauen und wird letztendlich von einem Auftraggeber gepfändet, was seinen finanziellen Ruin und das Ende der Selbstständigkeit bedeutet.

 Erst posthum geehrt

Am 10. Oktober 1927 stirbt Weisskopf. Doch nicht genug. Er sollte erst Jahrzehnte später posthum für seine Leistungen als Flugpionier geehrt werden.

Die Brüder Wright unternahmen nämlich medienwirksam zwei Jahre später ebenfalls einen bemannten Motorflug. Außerdem hatten sie bereits vor dem ersten Flug Patente angemeldet. Damit ist dies wesentlich besser dokumentiert. Das Foto, das Weisskopfs ersten Motorflug dokumentieren könnte, wurde von der lokalen Wochenzeitung „Bridgeport Sunday Herald“ gemacht und gilt als verschollen.

Einer der einflussreichsten Gegner der Weisskopf-These ist das National Air and Space Museum der Smithonian Institution in Washington und sein Kurator Tom Crouch. Allerdings ist die Unterstützung mehr als dubios. Musste das Museum doch 1948, als Orville Wright und die Nachlassverwalter das originale Flugzeug dem Museum überließen, einen Geheimvertrag unterschreiben. Darin verpflichtete sich das Museum, niemals in Frage zu stellen, dass die Wrights den ersten Motorflug der Geschichte unternommen hatten.

Bilder: Karin Auernhammer und Pressedienst der Flughistorischen Forschungsgemeinschaft Gustav Weisskopf 91578 Leutershausen 

weisskopf motorflug leutershausen

Modell des Flugzeugs

Jubiläum

Am 15. August 2021 begeht die Flughistorischen Forschungsgemeinschaft Gustav Weisskopf das 120-jährige Jubiläum (14.08.1901) des ersten Fluges in Leutershausen. Der Nachbau 21B wird in der alten Turnhalle in Leutershausen zu sehen sein. Der Luftfahrthistoriker John Brown wird u.a. den Festvortrag „120 Jahre Erstflug durch Gustav Weisskopf“ halten.. 14.00 Uhr geht´s los.. Unbedingt sehenswert!! Geschichte zum Erleben.

OpenStreetMap

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.
Mehr erfahren

Karte laden


Größere Karte anzeigen
Autorin: Karin Auernhammer
26. April 2021