Entdecken lohnt sich. Immer.
Die Prunothek in Absberg

Die Prunothek in Absberg

Die Prunothek in Absberg

Nach 20 Jahren Leerstand hatte sich die Gemeinde Absberg zu einer Sanierung des alten Schulhauses entschlossen, im Erdgeschoss des Gebäudes entstand ein Dorfladen der 2014 eröffnet wurde. Dieser bietet hauptsächlich regionale Produkte an.

Der  1.Stock des Gebäudes sollte aber auch sinnvoll genutzt werden, erzählte mir der gelernte Förster Dieter Popp, der jetzt als Regionalmanager fungiert.  2014 begann das Projekt in diesen Räumlichkeiten mit einer „Kirschenausstellung“ bis 2015 Europas erste Prunothek ihren Einzug hielt. Hier kann man vor Ort erleben was die Kirsche alles zu bieten hat.  Über 50 verschiedene Kirsch-Spezialtäten stehen für eine Verkostung zur Verfügung. Säfte, Weine, Seccos, Liköre, Brände aber auch Brotaufstriche und vieles mehr. Besonders zu erwähnen gilt hier der „BergKirsch“, ein edler Dessertwein nach Art eines Sherry. Er war das erste Produkt der Manufaktur der überregional für Aufsehen sorgte. Davon konnte ich mich selbst überzeugen…

Die Früchte  mit dem Siegel „Echt Brombachseer“ welches geografisch geschützt ist,  stammen nur aus den Obstgärten der Region, sie werden frisch vom Baum in kleinen handwerklichen Betrieben vor Ort verarbeitet und veredelt. Die Region gilt übrigens als das kleinste der 15 deutschen  Kirschenanbaugebiete, aber auch als das ursprünglichste. Es gibt etwa 90 Kirschsorten, 34 alte Sorten werden speziell hier angebaut. Historische Sorten haben hier überlebt, die andernorts der Rationalisierung zum Opfer fielen.  Die Obst-Initiative „Echt Brombachseer“ verfolgt das Ziel, das fruchtbare kulinarische Erbe am Brombachsee zu erhalten und zu stärken – und damit zu zeigen, wie einzigartig diese Landschaft ist.

Nicht zu vergessen, in den Räumlichkeiten der Prunothek finden die Besucher eine interaktiv  gestaltete Ausstellung die auf kurzweilige Art Wissenswertes rund um die Kirsche vermittelt. Obstwissen zum Anfassen.

Worauf mich Dieter Popp aufmerksam gemacht hat, der Brombachsee ist um eine regionale Delikatesse reicher geworden. Was ist gemeint?  Die „Brombachseer Kirschtorte“ eine Neukreation des Konditormeisters Alexander Herzog. Das besondere an dieser Kirschtorte, die zwischenzeitlich Markenschutz genießt, es müssen alle für den Geschmack bildenden Komponenten ausschließlich Qualitätsprodukte aus der Region Brombachsee sein. In jedem Tortenstück steckt dreifacher Brombachseer Kirschgenuss, passierte frische Kirschen für die Kirschsahne, frische Kirschen für die Füllung und zu guter Letzt  Brombachseer Kirschwasser.  Klingt doch nach einem kulinarischen Geschmackserlebnis, oder?

Ein Besuch der Prunothek  lohnt auf jeden Fall, denn alle Sinne werden angesprochen. Und neugierig geworden? Hier die Öffnungszeiten:

Dienstag 11.00 – 12.00 / Freitag 17.00 – 19.00 Uhr

Führungen für Gruppen nach individueller  Vereinbarung

www.echtbrombacherseer.de

Text und Bilder: Thomas Fay

 

 

 

Landg’macht. Regionale Produkte aus Altmühlfranken

Landg’macht. Regionale Produkte aus Altmühlfranken

Regionale Lebensmittel? In Altmühlfranken kein Problem. Eine lebendige Szene an Direktvermarktern ist hier zuhause und steht für Regionalität im Einkaufskorb. Vom Apfel bis zur Zucchini, vom Büffel bis zur Wachtel. In Rahmen der Serie „Landg’macht“ erzählen wir die Geschichten der Menschen, die hinter diesen Produkten stehen. Machen Sie sich mit uns auf eine Reise zu den Direktvermarktern Altmühlfrankens. Zu Menschen voller Leidenschaft für Lebensmittel, Liebe zur Natur und Zuneigung zu der Region, in der sie zuhause sind. 

 

Die Serie „Landg’macht. Regionale Produkte aus Altmühlfranken“ hat fünf Betriebe besucht. Heute: Genuss vom Wittumshof in Gersdorf.

 

Die Kuhflüsterin von den Juraweiden

Der Ochse wird ungeduldig. Er stupst Christiane Müller an. Einmal, zweimal, dreimal drückt das mächtige Tier seinen Kopf sanft, aber bestimmt in die Seite der jungen Frau.  Die Botschaft ist klar: Sie soll doch bitte endlich weitermachen mit der Fellpflege. Die Bäuerin vom Wittumshof muss lachen und tut dem Tier den Gefallen. Sie fährt mit dem Striegel wieder rhythmisch über die Flanke des Tieres und klopft ihm beruhigend auf die Seite. Könnte ein 400 Kilogramm schwerer Ochse vor Glück schnurren, er würde es jetzt tun.

Christiane Müller ist im Stall des Wittumshofs und hier sehr offensichtlich in ihrem Element. Ganz selbstverständlich steht sie zwischen den mächtigen Ochsen und Färsen, die gerade damit beschäftigt sind, die Aufmerksamkeit der blonden Bäuerin zu bekommen. „Ich bin schon als Kind die ganze Zeit mit dem Striegel rumgelaufen und habe Kuhbücher geführt, in die ich die Namen und die Kennnummer eingetragen haben“, erzählt sie. Es blieb nicht bei Kinderspielen, sie hat das Handwerk von der Pike auf gelernt. Die landwirtschaftliche Meisterschule schloss sie 2019 mit 1,2 ab – das beste Ergebnis in ganz Mittelfranken.

 

Kein Platz, an dem sie lieber wäre

Man hat den Eindruck, es gibt keinen Platz, an dem die 28-Jährige lieber ihrer Arbeit nachgehen würde, als auf dem Hof, der ein paar Meter über dem Nennslinger Ortsteil Gersdorf auf einem kleinen Plateau am Hang liegt. Gerade wirft sie den Kopf ein wenig in den Nacken und lacht. Ein Geräusch, das man an diesem sonnigen Januartag noch öfter hören wird. Gemeinsam mit ihren Eltern ist sie für rund 150 Rinder verantwortlich. Die eine Hälfte Milchproduktion, die andere Nachzucht und Mast für die Direktvermarktung, um die Christiane Müller das Familiengeschäft erweitert hat. Und zwar aus einem ganz bestimmten Grund.

„Es gibt einfach nicht nur Bilderbuchkälber“, sagt sie während sie eine Traubenzucker-Lösung in einen Eimer füllt, den ein Kalb gleich voller Begeisterung leer saufen wird. „Die Kälber, die lange nicht zunehmen, die vielleicht nicht so stark sind, die brauchen die meiste Zuwendung, die meiste Zeit“, erklärt Müller. Betriebswirtschaftlich ist es eine nicht so gute Idee, diese Zeit zu investieren, emotional geht es für die Gersdorferin gar nicht anders.

 

Gutes Geld für gute Haltung

„Ich liebe alle meine Tiere hier, deswegen ist es gar keine Frage, dass ich mich auch um die kümmer‘, die ein bisschen länger brauchen“, stellt sie fest. Wirtschaftlich ausgehen muss sich das aber trotzdem, immerhin ist Landwirtschaft ja nicht nur ihr Hobby, sondern ihr Beruf. Die Direktvermarktung gibt ihr die Chance dazu. Weil es hier keine Zwischenhändler gibt und die Kunden bereit sind, für gute Haltung gutes Geld zu bezahlen, bleibt mehr Verdienst beim Landwirt, der dadurch mehr Zeit in die Tiere investieren kann.

„Das ist wirklich mein Traum, dass man da einen Bauernhof in einer humanen Größe hat, wo man die Tiere noch mit Namen kennt und ihnen gerecht werden kann“, so die 28-Jährige. „Vielleicht noch Freilandschweine, einen Erlebnisbauernhof …“ Ideen für die Zukunft des Wittumshofs hat sie viele, was sie vor rund zweieinhalb Jahren mit ihrer Direktvermarktung begonnen hat, ist der Anfang und nicht das Ende eines Weges.

Jedes Jahr zieht sie mehr Kälber für die Eigenvermarktung auf, als für den Viehmarkt in Ansbach. Gehalten werden sie im Winter im Stall und im Sommer auf der direkt benachbarten Weide. „Das ist das Schönste, wenn die Tiere da draußen sind“, freut sich Christiane Müller. Auf den Jurawiesen wächst genug, um die Weiderinder zu versorgen, die sich im Schatten der Obstbäume ausruhen und immer mal wieder von den Früchten naschen. Zusätzliche Flächen für eine mögliche Ausweitung hat sie sich bereits gesichert.

 

Ein bis zwei Sommer auf der Weide

Extensivmast nennt sich das Konzept. Mindestens ein knappes Jahr länger als in der Intensivmast leben die Tiere hier. Wenn es nach 30 Monaten und ein, bis zwei Sommern auf der Weide zum Metzger geht, dann ist das auch für Christiane Müller ein schwieriger Tag, der fast nie ohne Tränen über die Bühne geht. „Wenn ich irgendwann nichts mehr fühle, dann mache ich was falsch“, ist sie überzeugt. Die Tiere persönlich auf dem Weg zum Schlachten zu begleiten, ist für sie eine Selbstverständlichkeit. 

Es ist der ewige Zwiespalt des Landwirts. Auf der einen Seite hat er eine enge Beziehung zu seinen Tieren, weil er sich täglich um sie kümmert, sie häufiger sieht als die meisten menschlichen Freunde. Auf der anderen Seite sind die Tiere auf einem Hof auch ein Wirtschaftsgut. Ohne ihren wirtschaftlichen Wert gäbe es die meisten Kühe gar nicht. Müller: „Ich bin der festen Überzeugung, dass sie hier bei mir ein gutes und erfülltes Leben haben.“ Nur unter dieser Voraussetzung macht die Landwirtschaft für sie Sinn.

 

„Die Tiere müssen von selber kommen“

Womit man wieder beim Striegeln der Tiere wäre. „Das mache ich täglich, mal länger, mal kürzer, aber es ist wichtig, dass ich da jeden Tag drin bin, dass die Tiere eine Verbindung zu mir haben und dass sie von selber kommen.“ Sie habe es nie verstanden, wie man in einen Stall nur einfach reingehen kann, seine Arbeit machen und wieder rausgeht. Für sie ist Landwirtschaft eine Leidenschaft und der Umgang mit den Tieren eine der schönsten Seiten daran.

Auch andere junge Landwirtinnen und Landwirte gehen neue Wege hinein in die Direktvermarktung, um mehr Wertschöpfung und mehr Tierwohl auf den Hof zu bekommen. Eine davon ist etwa Magdalena Kaiser aus Pfraunfeld, die die Hofkaiserei gegründet hat, und die Milch des elterlichen Betriebs nun zu Käse verarbeitet. Christiane und Magdalena haben in der Grundschule schon gemeinsam die Schulbank gedrückt, jetzt haben sie wieder ein gemeinsames Ziel. Eine Landwirtschaft, die näher am Tier und am Menschen ist.

 

Kooperation mit der Hofkaiserei

Zu diesem Zweck arbeiten die beiden jungen Gründerinnen auch direkt zusammen. Sie verkaufen in ihren Hofläden nicht nur die Produkte der jeweils anderen, sondern haben zusammen sogar ein gemeinsames entwickelt. In den Käsekrainern vom Wittumshof steckt der Käse aus Pfraunfeld und das Fleisch der Tiere von Christiane Müller. Eine Kooperation, die zeigt, dass die Vernetzungen unter den Direktvermarktenden zunehmen und damit auch das Angebot für die Menschen, die sich in Altmühlfranken mit regionalen Lebensmitteln versorgen wollen und so einen Beitrag zu einer Landwirtschaft mit mehr Zeit und weniger Druck leisten wollen.

Das Ochsen und Färsenfleisch aus Gersdorf gibt es nun auch in immer mehr Läden der Umgebung zu kaufen, etwa bei „Die kleine Markthalle“ in Heideck. In Form von Wurstdosen, Salamis, Käsekrainern, Pfefferbeißern oder Schinken. Mit ein, zwei Wochen Abstand zu den Schlachtterminen werden nach der Fleischreife dann direkt ab Hof die Fleischpakete in fünf, zehn oder 15 Kilogramm Portionen verkauft. Darin enthalten sind Braten, Suppen- und Hackfleisch, Rouladen und Rumpsteaks. Denn, dass man das ganze Tier verwertet, gehört für Christiane Müller ebenfalls ganz selbstverständlich zu ihrem Verständnis einer nachhaltigen Nutzung der Tiere. So kann sogar das Fell bei Interesse erworben werden.

 

Auf der Kampagnenseite www.altmuehlfranken.de/landgmacht werden die Reportagen, Bilderstrecken und Videobeiträge der Direktvermarkter veröffentlicht. „Schauen Sie doch auch mal auf unseren Social-Media-Kanälen vorbei, um die spannenden Geschichten unserer Direktvermarkter kennenzulernen“, lädt Landrat Manuel Westphal ein.

 

Bildunterschrift: Magdalena Kaiser und Christiane Müller haben ein gemeinsames Ziel: Eine Landwirtschaft, die näher am Tier und am Menschen ist.

Bildnachweis: be media / Felix Oeder 

Kirschhoffest in Kalbensteinberg

Kirschhoffest in Kalbensteinberg

kirschhoffest

Das KirschHofFest findet in Kalbensteinberg und Großweingarten statt. Besucher erleben ein einzigartiges Fest in besonderer Atmosphäre, bei dem idyllische, normalerweise unzugängliche Höfe geöffnet werden. Auch 2024 wird dies den Charme des Brombachseer KirschHofFestes ausmachen. In über 60 offenen Höfen erwarten die Gäste kulinarische Köstlichkeiten rund um die Kirsche, Spezialitäten aus dem Brombachseer Obstland und Kirschprodukte aus anderen Regionen. Musik, Kinderangebote, ein Bus-Shuttle zwischen den Dörfern und frisch gepflückte Kirschen machen diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis im Fränkischen Seenland.

Essbare Landschaften im Weißenburger Stadtgraben

Essbare Landschaften im Weißenburger Stadtgraben

Essbare Landschaft in Weißenburg

Eine Idee findet enormen Zuspruch. Im Weißenburger Stadtgraben begann die Pflanzung der ersten 250 Bäume für die „Essbaren Landschaften“.

Reges Treiben an der Schanzmauer

Am letzten Oktoberwochenende fanden sich zahlreiche Helfer, ob Mitlgieder von Umweltverbänden, Stadträte oder KInder ein, um die Bäume und Sträucher einzusetzen. Ein mühseligees UNterfangen am steilen Hang des Stadtgrabens. Doch schon jetzt kann man erkennen, das das eine enorme Aufwertung des Grabens wird, der bisher ein Schattendasein führte. 

Ideengeber für das Konzept der essbaren Landschaft ist der Österreicher Sigi Tatschl, der dies in seinem Heimatdorf Kirchberg am Wagram als erster durchsetzte. Initiator in Weißenburg ist Gerd Meyer, Inhaber einer Baumschule und Stadtrat der Grünen.

Streuobst erleben

Streuobst erleben

Streuobst erleben

Über 180 Apfel-, 100 Birnen-, 44 Kirschen- und 19 Pfirsichsorten finden sich allein in Altmühlfranken!

Unsere heimischen Sreuobstwiesen halten aber nicht nur diese Genussvielfalt lebendig, sondern bieten auch bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Auf fünf Veranstaltungen und Führungen können die besonderen „Streuobst-Erlebnis-Landschaften“ nun erlebt werden.
Wer schon immer lernen wollte, wie Obstbäume veredelt werden, kann am 28. Juli beim Sommerveredelungskurs mitmachen. Der dreistündige Kurs startet um 13.30 Uhr an der Obstarche in Spielberg.
Bei „Yoga und Naturerleben“ am 04. August werden die Teilnehmenden von 18.00 bis etwa 19.30 Uhr auf der Streuobstwiese beim Bubenheimer Berg zu bewussten Beobachtungen und Bewegungen in der Natur geführt.
Die Frage, warum Streuobstwiesen nicht nur für uns Menschen, sondern auch für viele Tier- und Pflanzenarten so wertvoll sind, wird am 10. September von 14.00 bis 16.00 Uhr mit lustigen Spielen und Rätseln bei „Unterwegs mit der Rangerin“ auf der Streuobstwiese am Bubenheimer Berg umfassend beantwortet.
Eine Führung durch das Naturschutzgebiet Buchleite mit anschließender Verkostung von verschiedenen Likören und Bränden aus den Früchten der Buchleite gibt es am 23. September von 15.00 bis 16.30 Uhr.
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe kann am 30. September von 9.00 bis etwa 11.30 Uhr bei einer Führung durch das Nusshaus im Nussdorf Sammenheim unterhalb des Gelben Berges viel Wissenswertes über die Walnuss und ihre Verarbeitung erlernt werden.
Für alle fünf Veranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung notwendig. Diese sowie weitere Informationen zu den Veranstaltungen sowie zu den Streuobsterlebniswegen finden Sie online unter www.altmuehlfranken.de/veranstaltungen und unter www.streuobsterlebnislandschaft.de. Das Programm wurde von Streuobstberaterin Alena Vogt gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken konzipiert.
Bildunterschrift: Weitere Informationen zu Streuobst sowie die Anmeldung zu den Veranstaltungen finden Sie unter www.streuobsterlebnislandschaft.de.
Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Nr. 2023 141 Streuobst erleben

Termine

28. Juli Sommerveredelungskurs
Dauer: 3 Stunden
Beginn: 13.30 Uhr
Ort: Obstarche in Spielberg

 04. August „Yoga und Naturerleben“
Beginn: 18.00 bis etwa 19.30 Uhr
Ort: Streuobstwiese beim Bubenheimer Berg

10. September „Unterwegs mit der Rangerin“
Beginn: 14.00 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Ort: Streuobstwiese am Bubenheimer Berg

23. September Führung durch das Naturschutzgebiet Buchleite
Beginn: 15.00 Uhr
Dauer:1,5 Stunden

30. September Führung durch das Nusshaus im Nussdorf Sammenheim
Beginn:  9.00 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Stunden

Der Falkengarten – schönster Biergarten in Gunzenhausen

Der Falkengarten – schönster Biergarten in Gunzenhausen

Der Falkengarten – schönster Biergarten in Gunzenhausen

Der „Falkengarten“ in Gunzenhausen gilt zu Recht als einer der schönsten Biergärten in der Region. Schon allein seine Geschichte als Garten des markgräflichen Jagdschlosses macht ihn zu etwas Besonderem.

falkengarten buehne

Bühne im Falkengarten

1749 wurde das Jagdschloss durch Markgraf Carl Wilhelm Friedrich zu Brandenburg-Ansbach errichtet. 1982 erwarb die Stadt Gunzenhausen das Gebäude und den dazugehörigen Garten, seither befindet sich im ehemaligen Jagdschloss das Haus des Gastes.
Einen illustren Bewohner hatte das Jagdschloss bis ins Jahr 1974. Dort hatte Johannes Reichardt, ein Gunzenhäuser Heilpraktiker, Pflanzenkundler und „Goldmacher“ sein Domizil. Bekannt war er auch für sein „Drachenblut“, ein hochprozentiger Kräuterlikor. Der Garten wurde von Reichardt und seinem Gehilfen Willi Stern zu einem kleinen Zoo verwandelt. Affen, Pferde und sogar ein Löwe von einem Zirkus wurden dort gehalten.

Mehr Johann Reichardt lesen Sie in unserem Artikel: Ein Alchemist in Gunzenhausen? – Der Goldmacher Johann Reichardt

Im Falkengarten mit seinem wunderbaren alten Baumbestand ist ein Biergarten mit knapp 1.000 Sitzplätzen und eine Bühne. Seit langem finden hier die traditionellen Sommerkonzerte der Stadt Gunzenhausen statt. Von der „Wormer Musikanten“, den „Störzelbachern“, verschiedenen Blaskapellen der Region und natürlich der Jugendkapelle Gunzenhausen gibt es jeden Mittwoch in den Sommermonaten Konzerte.

Auch die Gunzenhäuser kleinKUNSTbühne erfreut sich großer Beliebtheit. An fünf Sonntagen im Sommer wird ein Programm von Kabarett, Musik und Theater geboten.

Nächste Termine Konzerte 2023: 

Mi 19.07.    Apolonia

Mi 26.07.    Schützenkapelle Meinheim

Mi 02.08.    Holm & Co

Mi 09.08.    Blaskapelle Dittenheim

Mi 16.08.    The Sharks

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19:00 Uhr und enden um 22:00 Uhr. Mit kühlen Getränken und leckerem Essen ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Die Konzerte finden nur bei gutem Wetter statt und fallen bei schlechter Witterung ersatzlos aus. Die Entscheidung wird jeweils ab ca. 15:00 Uhr auf den Internetseiten www.gunzenhausen.de und www.gunzenhausen.info veröffentlicht.

Wolfgang Eckerlein, Leiter der Tourist-Information Gunzenhausen, stellt den Falkengarten vor.

Info

Sommerkonzerte: https://www.gunzenhausen.info/sommerkonzerte/

KleinKUNSTbühne: https://www.gunzenhausen.info/kleinkunstbuehne/

Während der Veranstaltungen gibt es einen Getränke und Speisenverkauf.

Haus des Gastes

Dr.-Martin-Luther Platz 4 91710 Gunzenhausen Tel.: 09831/508-345

Nächste Termine Kleinkusntbühne 2023:

Am 30. Juli 2023 startet die Reihe mit dem musikalisch-lebenslustigen Programm der Waliser Sängerin Lauren Francis in die neue Saison. Lauren Francis ist deutschlandweit auf den großen Freilichtbühnen unterwegs und spielt mit großer musikalischer Ausdruckskraft im Theater die Maria Callas. Nach Gunzenhausen kommt sie gemeinsam mit Pianist Franz Garlik als Duo VOICE PASSION und hat ihr „Celtic Whispers“-Programm im Gepäck. Hier treffen Welten aufeinander und melancholisch-keltische Lieder gipfeln in romantischen Melodien über Liebe, Heimat und Natur. 

Am 6. August 2023 gastiert Mister KKK im Falkengarten. Kabarettist Klaus Karl-Kraus „fasst´zam“ und zieht eine humorvolle Zwischenbilanz seines Lebens. Das Publikum nimmt er mit auf eine Reise des täglichen Unsinns. Gekonnt hält er uns den Spiegel vor und berichtet von allerlei Situationen, die wir so aus dem FF kennen, deren Pointen sich allerdings häufig erst auf dem zweiten Blick entfalten. 

Vorhang auf für ORCHESTRA MONDO fordern wir am 13. August 2023, denn dann tritt eine ganz besondere Musikercombo unter den schattenspendenden Bäumen im Falkengarten auf. Das sympathische Quartett bringt eine Mischung aus Tango und Gypsy auf die Bühne, spielt bekannte Filmmelodien, entführt aber auch in die Weiten des Balkans.

Ein Fest für Wortakrobaten erwartet das Publikum am 27. August 2023, denn dann kommt Kult-Poetry Slammer Michl Jakob nach Gunzenhausen. Versprochen werden Dichtkunst der Extraklasse und stimmungsvolle Reime der Extraklasse. Daneben dürfen sich die hoffentlich zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer auf ausgefallene Performances der Michel Jakob-Mitstreiterinnen und -Mitstreiter freuen. Und das ist der Grund, warum der Slam den Zusatz „DELUXE“ hat: Es kommen drei Landesmeister und sogar die amtierenden deutschsprachigen Poetry Slam Meister!

Den Abschluss der diesjährigen kleinKUNSTbühne macht am 03. September 2023 kein geringerer als Kabarettist Django Asül. Mit „Offenem Visier“ berichtet er witzig und gekonnt von seinen Plänen zur Rettung der EU, prüft ob Klimawandel Fluch oder Segen ist und geht mit der Digitalisierung hart ins Gericht. Sein Programm ist für alle ein Gewinn, die raus aus der Blase und rein in den Weitwinkel wollen.